Zusammenfassung der Bewertung

Gesamteindruck nach mehreren Besuchen

Vino e Gusto ist ein italienisches Restaurant in München-Altstadt-Lehel, das besonders durch Pasta, Wein und persönliche Gastfreundschaft überzeugt. Nach mehreren Besuchen blieb vor allem die Spaghetti aus dem Parmesanlaib mit schwarzem Trüffel in Erinnerung. Auch Bruschetta, Carpaccio, Vitello Tonnato und Tiramisu waren starke Gerichte. Günstig ist das Restaurant nicht. Mittags zahlte ich für Pasta und Getränk etwa 30 bis 40 Euro pro Person, abends mit Vorspeise, Hauptgericht, Wein und Dessert eher 70 bis 90 Euro pro Person. Bei Menüs mit Weinbegleitung lag die Rechnung bei etwa 80 bis 100 Euro pro Person. Mit Reservierung gab es meistens keine Wartezeit. Parken war schwierig, und einige Service-Erlebnisse waren nicht auf demselben Niveau wie das Essen.

Speisen im Detail

Trüffelpasta aus dem Parmesanlaib

Wenn man hier nur ein Gericht bestellt, empfehle ich die Spaghetti aus dem Parmesanlaib mit schwarzem Trüffel. Die Pasta hatte eine kräftige Parmesan-Note, eine cremige Bindung und reichlich Trüffel. Das Gericht wirkte nicht wie eine einfache Pasta, sondern wie der Grund, warum man dieses Restaurant gezielt besucht. Früher zahlte ich dafür etwa 25 Euro, inzwischen sollte man für solche Pasta eher mit rund 30 Euro rechnen. Geschmacklich war das mein klarer Favorit.

Bruschetta und Brot

Die Bruschetta war ein sehr guter Einstieg. Das Brot war außen leicht knusprig und innen angenehm weich. Der Belag brachte Frische, Säure und Würze auf den Teller. Auch das hausgemachte Weißbrot war stark. Es passte gut zu Wein, Carpaccio und Pasta und war deutlich mehr als eine einfache Beilage.

Carpaccio und Vitello Tonnato

Das Rindercarpaccio war zart, fein geschnitten und besonders mit Trüffel eine gute Wahl. Vitello Tonnato funktionierte ebenfalls sehr gut als kalte Vorspeise. Die Sauce war aromatisch, ohne das Fleisch zu überdecken. Für Vorspeisen wie Carpaccio und Vitello Tonnato zahlte ich im Bereich von etwa 20 bis 25 Euro. Für die gebotene Qualität war das nachvollziehbar.

Pasta und Risotto

Die Carbonara war kräftig und sättigend. Bei einem Besuch kostete sie 25,90 Euro, was für eine einzelne Pasta ein hoher Preis ist. Die Bolognese war solide, Penne Napoli war angenehm unkompliziert, und das Risotto überzeugte durch saubere Würzung. Nicht jede Pasta war gleich stark. Ein Ravioli-Gericht war einmal zu fest, und die Sauce hatte eine zu starke Säure. Auch eine Trüffelpasta war bei einem Besuch trockener als erwartet. Die besten Pasta-Gerichte waren klar die Parmesan-Trüffel-Spaghetti und die Carbonara.

Fisch und Fleisch

Der Lachs war saftig und gut zubereitet. Das Filet war an einem guten Abend zart und aromatisch. Bei einem anderen Besuch kam das Steak nach langer Wartezeit teilweise zu roh an den Tisch. Fritto Misto kostete fast 40 Euro und war für diesen Preis nicht besonders genug. Fisch und Fleisch konnten überzeugen, waren aber weniger konstant als die Pasta.

Dessert

Das Tiramisu war das beste Dessert. Es war cremig, nicht zu schwer und hatte eine angenehme Kaffeenote. Crema Catalana und Schokoladen-Lava-Kuchen waren ebenfalls gute Abschlüsse. Ein Parfait mit Nougat und Schokolade war dagegen weniger überzeugend. Die Portion war groß, aber die Nüsse schmeckten nicht frisch genug, und die Schokoladenstücke waren zu grob. Beim Dessert empfehle ich klar das Tiramisu.

Preise und Bezahlung

Gezahlt pro Besuch

Vino e Gusto liegt preislich im gehobenen Bereich. Mittags zahlte ich für Pasta und Getränk etwa 30 bis 40 Euro pro Person. Abends mit Vorspeise, Pasta oder Fleisch, Wein und Dessert lag die Rechnung meist bei 70 bis 90 Euro pro Person. Ein Menü mit Weinbegleitung kam auf etwa 80 bis 100 Euro pro Person. Eine Flasche Wasser lag bei etwa 8,90 Euro, einzelne Weingläser lagen je nach Auswahl etwa zwischen 8 und 15 Euro. Zu zweit kann ein Abend mit mehreren Gängen und Wein schnell 150 bis 200 Euro kosten.

Kartenzahlung und Trinkgeld

Kartenzahlung war möglich. Unangenehm war bei einem Besuch die direkte Nachfrage nach Trinkgeld. Guter Service verdient Trinkgeld, aber eine fordernde Nachfrage passt nicht zu einem Restaurant dieser Preisklasse. Wer Trinkgeld lieber bar gibt, sollte etwas Bargeld dabeihaben.

Wartezeit und Reservierung

Wartezeit beim Ankommen

Mit Reservierung gab es meistens keine Wartezeit. Das Restaurant war besonders abends gut besucht, daher empfehle ich eine Reservierung. Ohne Reservierung kann man Glück haben, aber gerade am Freitagabend oder zu den beliebten Essenszeiten ist das Risiko hoch, keinen passenden Tisch zu bekommen.

Wartezeit beim Essen

An vielen Tagen kamen die Speisen schnell. Vorspeise, Pasta und Dessert hatten dann einen angenehmen Abstand. Bei einem Besuch wurde die Hauptspeise jedoch fast eine Stunde nach der Vorspeise vergessen, und danach kamen Pasta und Steak zeitlich versetzt. Das war der schwächste Punkt dieses Abends. Der Service hängt hier deutlich vom jeweiligen Tag und der Auslastung ab.

Service und Atmosphäre

Starke Gastfreundschaft

Der Inhaber und viele Mitarbeiter waren sehr freundlich. Der Gastgeber sprach mit Gästen, empfahl Wein und nahm sich Zeit am Tisch. Auch englische Menüs und englischer Service waren verfügbar. Besonders bei Weinempfehlungen funktionierte der Service gut. Man fühlte sich schnell willkommen, selbst wenn man zum ersten Mal dort war.

Schwächere Service-Momente

Es gab aber auch schwache Momente. Einmal war der Service überfordert, Bestellungen dauerten lange, und einzelne Tische bekamen deutlich mehr Aufmerksamkeit als andere. Bei einem anderen Besuch störte ein unangenehmer Kommentar über Tattoos. Auch die direkte Trinkgeldfrage war ein Minuspunkt. Das Essen ist stark, aber der Service ist nicht immer gleich zuverlässig.

Atmosphäre im Lokal

Das Restaurant ist klein, gemütlich und persönlich. An ruhigen Tagen kann man sich gut unterhalten. An warmen Tagen war es innen jedoch zu heiß, und fehlende Klimatisierung störte den Abend. Im Lokal waren zwei Bulldoggen unterwegs. Für mich passte das zum Charakter des Restaurants. Für Gäste, die Hunde am Tisch nicht mögen, ist das ein klarer Nachteil.

Parken und Toilette

Parkmöglichkeiten

Eigene Parkplätze sollte man nicht erwarten. In der Umgebung gibt es kostenpflichtige Parkplätze, kostenpflichtiges Parken an der Straße und Parkgaragen. Einen Platz zu finden war aber nicht einfach. Für einen entspannten Besuch empfehle ich öffentliche Verkehrsmittel.

Toilette

Eine Toilette war im Restaurant vorhanden und während des Essens problemlos nutzbar. Bei der kleinen Größe des Lokals war der Weg dorthin unkompliziert.

Stärken und Schwächen

Stärken

Die größte Stärke ist die Kombination aus Trüffelpasta, Wein und persönlichem Service. Besonders die Spaghetti aus dem Parmesanlaib, Bruschetta, Carpaccio und Tiramisu lohnen sich. Auch die Weinberatung war mehrfach sehr gut. Das Restaurant hat eine intime, warme Atmosphäre und passt gut für ein besonderes italienisches Abendessen in München.

Schwächen

Die Schwächen liegen beim Preis und bei der Service-Konstanz. Wasser, Wein und Pasta sind teuer. Dazu kamen bei einzelnen Besuchen lange Wartezeiten, ein teilweise zu rohes Steak, eine zu saure Sauce, ein trockener Pasta-Teller, unangenehme Kommentare und Trinkgelddruck. Die Hunde im Gastraum sind charmant, aber nicht für jeden Gast passend.

Zufriedenheit und Wiederbesuch

Meine Bewertung

Insgesamt war ich zufrieden. Vino e Gusto ist nicht perfekt, aber die besten Gerichte sind stark genug, um den hohen Preis teilweise zu rechtfertigen. Die Trüffelpasta und das Tiramisu gehören zu den Gerichten, die ich wieder bestellen würde. Die negativen Service-Momente bleiben allerdings ein Punkt, den man bei einem Besuch einkalkulieren muss.

Wiederkommen

Ich würde wiederkommen, aber nur mit Reservierung und eher außerhalb der absoluten Stoßzeiten. Bestellen würde ich Bruschetta, Carpaccio, Spaghetti aus dem Parmesanlaib mit Trüffel und Tiramisu. Wer Wein dazu nimmt, sollte mit mindestens 70 Euro pro Person rechnen.

Lagebeschreibung

Vom Isartor und von der Maximilianstraße

Vino e Gusto liegt in München-Altstadt-Lehel zwischen Isartor, Maximilianstraße und Herrnstraße. Vom Isartor geht man in Richtung Altstadt und biegt in den Bereich um Herrnstraße und Hochbrückenstraße ein. In der Nähe befinden sich Maximilian Munich Apartments & Hotel, die Grundschule an der Herrnstraße und die Münchner Kammerspiele. Von der Maximilianstraße aus läuft man über Falckenbergstraße und Hildegardstraße in Richtung Herrnstraße. Das Restaurant liegt etwas abseits der großen Einkaufswege und wirkt dadurch ruhiger als viele Lokale direkt an den Hauptstraßen.

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Essensfotos

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Adresse: Vino e Gusto, 52, Herrnstraße, Graggenauerviertel, Altstadt-Lehel, München, Bayern, 80539, Deutschland
Nahe Orientierungspunkte: Förderschule an der Herrnstraße, WOW Museum, Grundschule an der Herrnstraße, Platzl, Otto-Falckenberg-Schule, Reste der Stadtmauer
Bewertung: 4.3 / 5 😊
Öffnungstage: Montag - Samstag
Öffnet um: 11:30 AM
Schließt um: 11:00 PM
Öffnungstage: Sonntag
Öffnet um: 6:00 AM
Schließt um: 10:00 PM
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