Zusammenfassung der Bewertung

Das Gasthaus Isarthor war bei mehreren Besuchen ein sehr einprägsames Münchner Wirtshaus. Besonders stark geblieben sind das alte bayerische Ambiente, das Augustiner aus dem Holzfass, deftige Klassiker und ein Service, der je nach Tag sehr unterschiedlich ausfiel. Schweinsbraten, Wiener Schnitzel, Ente, Käsespätzle und Kaiserschmarrn haben mir überwiegend gut gefallen. Das Bier gehört klar zu den wichtigsten Gründen für einen Besuch. Gleichzeitig ist das Lokal klein, oft voll und ziemlich laut. An manchen Tagen lief der Service souverän und freundlich, an anderen Tagen dauerte die Bestellung lange und die Bedienung wirkte gehetzt. Kartenzahlung war nicht möglich, bezahlt wurde nur bar. Parken ist schwierig. Insgesamt ist es ein empfehlenswertes Wirtshaus, wenn man ein altes Stück München mit gutem Bier und klassischer Küche sucht und keine ruhige Restaurantatmosphäre erwartet.

Besuch, Atmosphäre und Reservierung

Altes Münchner Wirtshaus

Das Gasthaus Isarthor ist kein modern eingerichtetes Restaurant, sondern ein traditionelles bayerisches Wirtshaus mit viel Patina. Der Gastraum ist klein, dunkel, holzbetont und eng bestuhlt. Bei meinen Besuchen saßen viele Stammgäste und Einheimische im Raum, dazu kamen Besucher, die gezielt bayerische Küche essen wollten. Dadurch hatte das Lokal eine ehrliche Münchner Wirtshausatmosphäre.

Ruhig ist es hier nicht. Vor allem am Abend war es laut und lebhaft. Gespräche waren noch möglich, aber der Geräuschpegel gehörte eindeutig zum Besuch dazu. Wer ein stilles Abendessen sucht, ist hier falsch. Wer ein uriges, enges und lebendiges Wirtshaus mag, ist hier richtig.

Reservierung und Wartezeit

Eine Reservierung ist empfehlenswert. Zu zweit hatte ich mit Glück auch ohne Reservierung einen Platz, ab drei Personen würde ich mich darauf nicht verlassen. Abends waren viele Tische reserviert, und größere Gruppen brauchen hier eine feste Buchung.

Die Wartezeit war unterschiedlich. An einem Besuch saß ich schnell und die Bestellung wurde zügig aufgenommen. An einem anderen Mittag war das Lokal voll, laut und der Service deutlich langsamer. Bis zur Aufnahme der Bestellung verging viel Zeit, und auch das Essen kam später als erwartet. Einmal wartete ich ungefähr 30 Minuten auf die ersten Speisen, bei Dessert kann es deutlich länger dauern. Dieses Wirtshaus besucht man besser ohne Zeitdruck.

Essen und Preise

Schweinsbraten

Der Schweinsbraten war für mich die sicherste Wahl. Das Fleisch war saftig, kräftig gewürzt und zusammen mit Knödel und Krautsalat eine klassische bayerische Mahlzeit. Mit Bier lag ich pro Person bei etwa 20 bis 30 Euro. Für die Lage in München war das fair.

Dieser Teller passt am besten zum Charakter des Gasthauses. Er ist deftig, sättigend und nicht übertrieben fein. Genau das erwarte ich hier. Wenn ich nur ein Gericht empfehlen soll, empfehle ich den Schweinsbraten mit einem Augustiner Hellen.

Wiener Schnitzel

Das Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat war eine gute Portion. Die Panade war knusprig, die Bratkartoffeln passten gut dazu, und mit Getränk kam ich auf etwa 20 bis 30 Euro pro Person. An einem guten Tag war das ein sehr solides Wirtshausgericht.

Ganz gleichmäßig war es aber nicht. Bei einem Besuch war die Würzung etwas stark, und ein Schnitzel Wiener Art wirkte im Verhältnis zum Preis schwächer. Ich würde das Schnitzel wieder bestellen, aber nicht vor dem Schweinsbraten.

Ente und weitere Fleischgerichte

Die Ente war kräftig im Geschmack und passte gut zu Knödel und Kraut. Mit Beilage und Bier lag der Besuch eher bei 30 bis 40 Euro pro Person. Wenn die Ente gut aus der Küche kommt, ist sie ein sehr gutes Gericht. An einem schwächeren Tag kann das Fleisch trockener ausfallen.

Bei Ochsenfetzen und ähnlichen Fleischgerichten gab es mehr Schwankungen. Einmal war das Fleisch kräftig und gut, ein anderes Mal war es zäher als erwartet. Für eine sichere Bestellung bleibe ich hier beim Schweinsbraten.

Käsespätzle und Kaspressknödel

Die Käsespätzle waren eines der besten vegetarischen Gerichte. Sie waren cremig, käsig und sättigend. Mittags lag ich mit diesem Gericht ungefähr bei 10 bis 20 Euro pro Person, mit Getränk eher im Bereich um 20 Euro. Für Vegetarier ist das meine beste Empfehlung im Gasthaus Isarthor.

Die Kaspressknödel mit Salat waren geschmacklich in Ordnung, aber im Vergleich zu anderen Gerichten zu teuer. Für eine vollständige Mahlzeit fehlte mir etwas. Bei einem Mittagessen lag ich damit im Bereich von 20 bis 30 Euro pro Person, und für diesen Preis gibt es hier bessere Optionen.

Fisch und schwächere Gerichte

Der gebackene Fisch hatte eine gute Panade und saftiges Fleisch, aber zu viele Gräten. Das machte das Essen mühsam. Wenn ein Wirtshaus Fisch anbietet, muss dieser sauber vorbereitet sein. Dieses Gericht würde ich nicht erneut bestellen.

Auch Bauerngröstl und Schinkennudeln überzeugten mich nicht immer. An einem Besuch dominierte Knoblauch so stark, dass kaum ein anderer Geschmack übrig blieb. Das war zu viel und passte nicht zum sonst bodenständigen Essen.

Desserts

Kaiserschmarrn, Blaubeerpfannkuchen und Apfelstrudel gehören zu den angenehmen Teilen des Besuchs. Der Kaiserschmarrn war süß, weich und ideal zum Teilen. Einmal stand er jedoch auf der Karte und war trotzdem nicht bestellbar, weil ein Gerät nicht funktionierte. Das war ärgerlich.

Der Blaubeerpfannkuchen brauchte Zeit, kam dafür frisch und warm. Wenn ich nach dem Hauptgericht noch Platz habe, bestelle ich ihn wieder. Mit Dessert lag der Gesamtbetrag meistens bei etwa 30 bis 40 Euro pro Person.

Bier und Bezahlung

Augustiner aus dem Holzfass

Das Augustiner aus dem Holzfass war ein klarer Pluspunkt. Frisch gezapftes Helles passt hervorragend zur Küche dieses Wirtshauses. Für Bierliebhaber ist das Gasthaus Isarthor allein deshalb interessant.

Nicht jedes Glas war perfekt eingeschenkt. An einzelnen Besuchen war der Füllstand zu niedrig und der Schaumanteil zu hoch. Das sollte in einem Augustiner-Wirtshaus besser sein. Geschmacklich blieb das Bier trotzdem stark.

Nur Barzahlung

Man konnte nur bar bezahlen. Kartenzahlung war nicht möglich. Das muss man vorher wissen, sonst wird das Ende des Besuchs unnötig umständlich. Ich nehme für dieses Wirtshaus immer Bargeld mit.

Service, Toiletten und Komfort

Freundlichkeit des Personals

Der Service war der größte Unsicherheitsfaktor. An einem Abend arbeitete die Bedienung extrem souverän, freundlich und schnell, obwohl das Lokal voll war. Das war beeindruckend. An anderen Tagen war der Service langsam, knapp und teilweise unfreundlich.

Besonders bei vollem Haus merkte ich, dass zu wenig Personal im Einsatz war. Eine Bedienung für viele Tische bedeutet Stress, und dieser Stress erreicht auch den Gast. Das ist kein Problem der Küche, sondern des Ablaufs im Gastraum.

Toiletten

Die Toiletten waren vorhanden und bei meinem Besuch sauber. Der Weg dorthin war bei vollem Haus allerdings eng, weil die Tische dicht stehen. Das passt zum kleinen Gastraum, ist aber nicht besonders bequem.

Parken und Sitzplätze

Parkmöglichkeiten

Parken ist schwierig. Ein eigener Parkplatz gehört nicht zum Lokal. In der Umgebung gibt es kostenpflichtige Straßenparkplätze und Parkhäuser, aber freie Plätze sind nicht zuverlässig zu finden. Ich empfehle die Anreise mit S-Bahn, Tram oder zu Fuß aus der Innenstadt.

Sitzsituation

Die Tische stehen eng, und man sitzt teilweise mit anderen Gästen zusammen. Das gehört in einem alten bayerischen Wirtshaus dazu, muss aber jedem vorher klar sein. Für Gruppen ist Reservierung Pflicht. Für ein ruhiges Date ist das Lokal weniger passend, für Bier, deftiges Essen und Münchner Wirtshausleben dagegen sehr passend.

Stärken und Schwächen

Stärken

Die größten Stärken sind das authentische Ambiente, das Augustiner aus dem Holzfass und mehrere starke Klassiker der bayerischen Küche. Schweinsbraten, Ente, Käsespätzle und Desserts haben mir gut gefallen. Die Preise sind für die zentrale Lage meistens fair. Das Lokal hat Charakter und ist kein austauschbares Touristenrestaurant.

Schwächen

Die Schwächen sind klar: nur Barzahlung, schwieriges Parken, enger Gastraum, hohe Lautstärke und schwankender Service. Einige Gerichte waren nicht auf gleichem Niveau. Der Fisch hatte zu viele Gräten, manche Speisen waren zu stark mit Knoblauch oder Salz geprägt, und das Bier war nicht immer sauber voll eingeschenkt. Diese Punkte muss man vor einem Besuch akzeptieren.

Zufriedenheit und erneuter Besuch

Zufriedenheit

Meine Zufriedenheit ist insgesamt gut, aber nicht ohne Einschränkungen. Das Gasthaus Isarthor funktioniert dann am besten, wenn man wegen Bier, Schweinsbraten und alter Münchner Wirtshausstimmung kommt. Wer perfekte Ruhe, moderne Einrichtung und immer gleich freundlichen Service erwartet, wird hier nicht glücklich.

Wiederkommen

Ich würde wiederkommen. Ich würde aber früh gehen, reservieren und Bargeld mitnehmen. Bestellen würde ich Schweinsbraten, Augustiner Helles und zum Abschluss Kaiserschmarrn oder Blaubeerpfannkuchen. Genau dafür lohnt sich das Gasthaus Isarthor.

Lagebeschreibung

Das Gasthaus Isarthor liegt direkt im Bereich Isartor und Isartorplatz. Von der S-Bahn-Station Isartor geht man in Richtung Isartor-Stadttor und weiter zum Fortuna Brunnen. In der Umgebung liegen unter anderem TAKLAMAKAN Munich, ChiaChia’s Cafe am Isartorplatz und Restaurant Vegelangelo. Wer sich an Isartorplatz und Tal orientiert, findet das Lokal ohne Umweg.

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Essensfotos

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Adresse: Gasthaus Isarthor, 2, Kanalstraße, Graggenauerviertel, Altstadt-Lehel, München, Bayern, 80538, Deutschland
Nahe Orientierungspunkte: Valentin-Karlstadt-Musäum, Reste der Stadtmauer, WOW Museum, Bier- und Oktoberfestmuseum, Isartor, CinemaxX
Bewertung: 4.3 / 5 😊
Öffnungstage: Jeden Tag
Öffnet um: 10:00 AM
Schließt um: 12:00 AM
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