Bewertungsüberblick
Gesamteindruck nach mehreren Besuchen
Soy Vegan war für mich in München-Maxvorstadt eine starke Adresse für vegane vietnamesische Küche. Die komplette Karte ist vegan, wodurch die Auswahl sehr entspannt war. Besonders überzeugend waren die vegane Ente, Kokos-Curry, Pho, My Quang, Frühlingsrollen, Sommerrollen, Reistafel, Hotpot und verschiedene Tapas. Mittags habe ich pro Person €10–20 bezahlt, beim normalen Abendessen lag die Rechnung pro Person bei €20–30. Bei Reistafel, Hotpot oder mehreren Speisen mit Dessert habe ich pro Person €30–40 bezahlt, bei sehr umfangreichen Bestellungen in größerer Runde auch €60–70. Geschmacklich waren die Gerichte intensiv, frisch und schön angerichtet. Die größten Schwächen waren die eingeschränkte Kreditkartenzahlung, die schwierige Parkplatzsuche, die dunkle Beleuchtung und die hohe Lautstärke zur Hauptzeit.
Essen im Detail
Vegane Ente
Die vegane Ente ist das Gericht, das ich bei nur einer Wahl empfehle. Die Kruste war knusprig, das Innere weich, und die Sauce brachte Salz, leichte Süße und Würze gut zusammen. Die vegane Ente schmeckte nicht flach, sondern hatte genug Tiefe für ein vollwertiges Hauptgericht. Mit Reis, Gemüse und Curry-Sauce wurde daraus ein sehr sättigendes Essen. Für ein Abendessen mit veganer Ente habe ich pro Person €20–30 bezahlt.
Kokos-Curry und Kokossuppe
Das Kokos-Curry hatte eine kräftige Brühe und eine deutliche Würze. Die Kokosnote war cremig, aber nicht schwer. Einige scharfe Gerichte hatten eine spürbare Schärfe, weshalb ich bei geringer Schärfetoleranz vorsichtig bestellen würde. Die Kokossuppe in den Sets war eines der besten Elemente. Sie war aromatisch, leicht süßlich, frisch und passte sehr gut zu Reisgerichten. Für Curry oder Suppe mit Hauptgericht habe ich mittags €10–20 und abends €20–30 bezahlt.
Frühlingsrollen und Sommerrollen
Die Frühlingsrollen waren dunkel und knusprig ausgebacken. Sie wirkten nicht halbgar, sondern richtig gebraten. Die Sommerrollen waren frisch, fest gerollt und mit der Erdnusssauce besonders gut. Im Mittagsmenü war die Kombination aus Vorspeise und Hauptgericht sehr stark. Für das Mittagsmenü habe ich €10.90 bezahlt, mit Getränk kamen €2.90 hinzu.
Pho und My Quang
Die Pho hatte eine tiefe Brühe und wirkte trotz veganer Basis nicht dünn. Kräuter, Gemüse und Nudeln ergaben ein rundes Hauptgericht. My Quang war aromatischer und eigenständiger. Wer kräftige vietnamesische Nudelgerichte mag, sollte My Quang bestellen. Mittags habe ich für solche Gerichte €10–20 bezahlt, abends mit Getränk €20–30.
Udon und gebratene Nudeln
Die gebratenen Udon-Nudeln hatten eine würzige Sauce und viel Gemüse. Die Nudeln waren weich, aber nicht matschig. Auch gebratene Reisbandnudeln mit Tofu, Seitan und Gemüse waren eine gute Wahl. Bei manchen Gerichten war der Anteil an Shiitake oder Paprika deutlich, was nicht jedem gefallen wird. Für die Nudelgerichte habe ich mittags €10–20 und abends €20–30 bezahlt.
Reistafel und Sets
Die Reistafel war ideal, wenn mehrere Personen gemeinsam essen. Mehrere kleine Gerichte, Curry, Suppe, Tofu, Gemüse und vegane Fleischalternativen kamen zusammen auf den Tisch. Die Portionen waren sättigend, und die Auswahl machte das Essen abwechslungsreich. Für Reistafel oder Set-Gerichte habe ich pro Person meistens €20–40 bezahlt. Für Gruppen empfehle ich die Reistafel deutlich mehr als einzelne Hauptgerichte.
Hotpot
Der Hotpot war besonders für einen längeren Abend passend. Die Brühe war kräftig, die Menge groß, und die Zutaten machten zu zweit satt. Der Hotpot passte gut für ein ruhigeres Essen mit mehr Zeit am Tisch. Für Hotpot habe ich pro Person €30–40 bezahlt. Der Preis war höher als bei einfachen Hauptgerichten, aber die Menge und der Geschmack haben überzeugt.
Desserts und Getränke
Die vegane Mousse au Chocolat war nicht zu süß und damit ein gutes Dessert nach einem kräftigen Essen. Mango und Banane im Klebreismantel mit Kokosmilch waren ebenfalls gelungen. Matcha-Eis war als Abschluss angenehm. Bei den Getränken waren Eistee, alkoholfreie Cocktails und Tee stark. Der vietnamesische Kaffee war bei einem Besuch zu wässrig und bei einem anderen zu süß, deshalb würde ich ihn nicht als erste Wahl bestellen.
Wartezeit und Reservierung
Mittag
Mittags kam ich meist ohne Wartezeit hinein. Das Essen stand oft innerhalb von 10–15 Minuten auf dem Tisch. Das Mittagsmenü war besonders praktisch, weil Vorspeise und Hauptgericht schnell serviert wurden und die Rechnung klar im Bereich €10–20 blieb.
Abend
Abends ist eine Reservierung sinnvoll. Zwischen 19:30 und 21:00 Uhr war das Restaurant sehr voll. An manchen Abenden dauerte es länger, bis Menüs kamen oder die Rechnung bezahlt werden konnte. Das Essen selbst kam nach der Bestellung häufig schnell, aber der Service war in der Hauptzeit nicht immer gleich aufmerksam.
Zahlung und Preise
Zahlung
Die Zahlung war einer der schwächsten Punkte. Visa und Mastercard funktionierten nicht zuverlässig. An manchen Besuchen waren EC-Karte, PayPal oder Bargeld nötig. Wer zum ersten Mal kommt, sollte Bargeld oder eine EC-Karte mitbringen. Vor der Bestellung nach den akzeptierten Zahlungsmitteln zu fragen, ist hier sinnvoll.
Preise
Mittags habe ich €10–20 pro Person bezahlt. Das Mittagsmenü für €10.90 plus €2.90 für ein Getränk war besonders attraktiv. Abends lag ein normales Essen mit Getränk bei €20–30 pro Person. Reistafel und Hotpot lagen bei €30–40 pro Person. Mit mehreren Speisen, Desserts und Getränken kam ich auf €40–50 oder in großer Runde auf €60–70 pro Person.
Service und Atmosphäre
Service
Der Service war meistens freundlich, schnell und aufmerksam. Auch bei größeren Gruppen kamen viele Speisen nahezu gleichzeitig. In vollen Zeitfenstern war die Aufmerksamkeit allerdings schwächer. Leere Gläser wurden nicht immer aktiv bemerkt, und beim Bezahlen musste ich manchmal warten. Insgesamt war der Service gut, aber nicht in jeder Situation gleich konstant.
Atmosphäre
Das Restaurant hatte ein dunkles, modernes und gemütliches Interieur. Für ein Date oder ein Treffen mit Freunden passte die Atmosphäre gut. Allerdings war die Beleuchtung an manchen Tischen zu dunkel. Wenn das Restaurant voll war, wurde es laut. Einige Tische standen recht nah beieinander, wodurch längeres Sitzen nicht immer bequem war.
Parken und Toiletten
Parken
Parken war schwierig. In der Umgebung musste ich mit bezahlten Parkmöglichkeiten oder längerer Suche rechnen. Wer entspannt ankommen möchte, sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.
Toiletten
Toiletten waren vorhanden. Der Bereich war sehr dunkel gestaltet und wirkte weniger einladend als der Gastraum. Bei einem Besuch habe ich erlebt, dass ein Mitarbeiter nach dem Toilettengang ohne sichtbares Händewaschen direkt hinter der Bar mit Eiswürfeln arbeitete. Dieser Punkt war klar negativ und muss verbessert werden.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
Der größte Vorteil ist die komplett vegane Karte. Die Auswahl ist groß, die Gerichte sind aromatisch, und auch Nicht-Veganer können hier zufrieden essen. Besonders stark waren vegane Ente, Kokos-Curry, Frühlingsrollen, Sommerrollen, Reistafel und Hotpot. Das Mittagsmenü bietet viel Essen für einen klaren Preis. Die Küche arbeitet meist schnell, und die Präsentation der Speisen ist schön.
Nachteile
Die eingeschränkte Kreditkartenzahlung ist unpraktisch. Abends ist es oft laut und voll. Die Beleuchtung ist teilweise zu dunkel, die Tische stehen an manchen Stellen eng, und Parkplätze sind schwer zu finden. Die Toiletten sind optisch schwach, und die beobachtete Situation mit Eiswürfeln nach dem Toilettengang war ein deutlicher Minuspunkt. Manche Gerichte mit veganem Hähnchen waren weniger überzeugend als die vegane Ente.
Zufriedenheit und Wiederbesuch
Zufriedenheit
Soy Vegan hat mich vor allem beim Essen überzeugt. Die vegane Ente, Kokossuppe, Reistafel und Sommerrollen waren die stärksten Bestellungen. Wenn ich nur ein Gericht empfehlen soll, empfehle ich die vegane Ente. Für zwei oder mehr Personen empfehle ich eine Reistafel.
Wiederbesuch
Ich werde Soy Vegan wieder besuchen, aber bevorzugt mittags oder früher am Abend. Dann ist es ruhiger, die Wartezeit ist kürzer, und das Mittagsmenü bietet den besten Gegenwert. Für den Abend empfehle ich eine Reservierung und Bargeld oder EC-Karte.
Lagebeschreibung
Von der Alten Pinakothek und vom Königsplatz
Soy Vegan liegt in München-Maxvorstadt und passt gut zu einem Besuch im Kunstareal. Von der Alten Pinakothek geht man in nordwestlicher Richtung in die Maxvorstadt hinein. Vom Königsplatz aus führt der Weg am Lenbachhaus und am Kunstareal vorbei in Richtung Theresienstraße. Auch die U-Bahn-Station Theresienstraße liegt günstig. Die Lage ist dadurch für Mittagessen, Abendessen und Treffen nach einem Museumsbesuch sehr praktisch.
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