Kurzer Überblick zur Hotelbewertung
Zimmer, Preis und Lage auf einen Blick
Unsöld's Factory ist ein ruhiges Stadthotel in München-Altstadt-Lehel, das vor allem wegen der Lage, der Sauberkeit und des Frühstücks überzeugt. Der Englische Garten, die Eisbachwelle, die Residenz und die Innenstadt sind gut erreichbar, ohne dass man direkt im lautesten Teil der Stadt wohnt. Die Zimmer sind modern eingerichtet und sauber, aber je nach Kategorie deutlich unterschiedlich groß. Für ein Einzelzimmer lag der Preis bei etwas über 100 Euro pro Nacht. Für ein Doppelzimmer habe ich für 2 Nächte rund 438 Euro bezahlt. Das Frühstück kostete bei Vorabbuchung etwa 19 Euro pro Person, der Tiefgaragenplatz etwa 29 Euro pro Nacht. Die größten Pluspunkte sind die ruhige Lage, das Frühstück, die Sauberkeit und viele freundliche Mitarbeitende. Die wichtigsten Schwächen sind kleine Bäder, fehlende Klimaanlage in den meisten Zimmern, teilweise hohe Preise und die notwendige Kontrolle der gebuchten Zimmerkategorie beim Check-in.
Zimmerkategorien und Schlafkomfort
Einzelzimmer und kleinere Zimmer
Das Einzelzimmer reicht für einen kurzen Aufenthalt gut aus. Das Bett war größer und bequemer, als ich es in einem kleinen Zimmer erwartet hatte. Die Matratze war eher fest, die Kissen hatten eine angenehme Höhe, und die Bettwäsche war sauber. Mit großem Gepäck wird es aber schnell eng. Ein großer Koffer nimmt viel Platz weg, und für längere Aufenthalte ist ein größeres Zimmer klar angenehmer. Ablageflächen gab es trotzdem genug. Regale, ein kleiner Schreibtisch und ausreichend Steckdosen machten das Zimmer für einen kurzen München-Aufenthalt brauchbar.
Doppelzimmer und Premier-Zimmer
Die kleineren Doppelzimmer sind für zwei Personen nur bedingt ideal. Das Bett war bequem, aber rundherum blieb wenig Platz. Besonders das Bad war in einigen Zimmern sehr klein. In der Dusche konnte man sich kaum frei bewegen, und bei einer Glastür, die nicht richtig schloss, fehlte mir etwas Privatsphäre. Positiv war die Sauberkeit. Das Zimmer roch frisch, die Handtücher waren sauber, und auch unter dem Schreibtisch lag kein Staub. In manchen Zimmern gab es einen Minikühlschrank und einen Safe, was bei mehreren Nächten sehr praktisch war. Eine Kaffeemaschine oder ein Wasserkocher war in den einfacheren Zimmern nicht immer vorhanden. Einen Wasserkocher bekam ich auf Nachfrage an der Rezeption.
Superior, Deluxe und Suite
Das Superior-Doppelzimmer war deutlich angenehmer. Dort hatte ich genug Platz für Gepäck, und das Zimmer fühlte sich nicht beengt an. Das Bett war bequem, die Verdunkelung funktionierte gut, und die Ablageflächen waren sinnvoll gesetzt. Im Deluxe-Zimmer war die Nespresso-Maschine ein klarer Vorteil. Gerade morgens oder nach einem langen Tag in München ist Kaffee im Zimmer angenehm. Die Suite war geräumig, gut ausgestattet und mit kleinem Balkon besonders komfortabel. Bei Unsöld's Factory lohnt es sich, die Zimmergröße und Ausstattung vor der Buchung genau zu prüfen. Die Unterschiede zwischen kleinem Doppelzimmer und Superior oder Suite sind groß.
Check-in, Bezahlung und Check-out
Ankunft und Zimmerzuweisung
Der Check-in war meistens schnell. Pass- und Reservierungsprüfung dauerten nicht lange, und an manchen Tagen war ein früher Zimmerbezug schon gegen 10 Uhr oder 13 Uhr möglich. Nach einer langen Anreise war das ein echter Vorteil. Trotzdem sollte man die Zimmerkategorie direkt beim Check-in kontrollieren. Ich hatte auch Situationen, in denen das zugewiesene Zimmer nicht der Erwartung aus der Buchung entsprach. Einmal musste ich trotz Online-Check-in noch einmal zur Rezeption, weil die Zimmerkarte nicht richtig aktiviert war. Wer über Drittanbieter bucht, sollte die Buchungsbestätigung griffbereit haben.
Zahlung und Zusatzkosten
Bezahlt habe ich je nach Buchung online oder vor Ort mit Karte. Auch bei bereits bezahlten Buchungen wurde beim Check-in eine Kreditkarte verlangt. Wer keine Kreditkarte nutzt, sollte sich vorher auf eine etwas längere Klärung einstellen. Bei einer Buchung mit externem Gutschein wurde der Betrag zunächst nicht korrekt verrechnet. Ich musste vorläufig nachzahlen, bekam nach späterer Prüfung aber eine Gutschrift. Deshalb empfehle ich, beim Check-out Frühstück, Parken, Bar und mögliche Zusatzleistungen genau zu prüfen.
Check-out
Der Check-out war im Normalfall unkompliziert und schnell. Wenn keine Zusatzleistungen offen waren, war ich rasch fertig. Bei Parken, Frühstück oder Barbesuch wurde der Endbetrag separat aufgeführt. Die Tiefgarage kostete etwa 29 Euro pro Nacht, das Frühstück bei nicht inkludierter Buchung etwa 19 Euro pro Person. Gerade bei Geschäftsreisen oder Buchungen über externe Portale lohnt sich ein genauer Blick auf die Rechnung.
Sauberkeit, Bad und Ausstattung
Zimmerreinigung und Ordnung
Die Zimmer waren überwiegend sehr sauber. Bett, Boden, Bad und Handtücher machten einen gepflegten Eindruck. Das Housekeeping war freundlich und erfüllte Nachfragen schnell. Allerdings war die Reinigung nicht bei jedem Aufenthalt gleich. Manchmal wurde täglich gereinigt, manchmal nur jeden zweiten Tag. Es gab auch Tage, an denen das Zimmer nicht gemacht wurde oder Gläser nicht ausgetauscht wurden. Einmal lagen nach der Reinigung noch Reste im Zimmer. Das war nicht der Normalfall, aber bei mehreren Nächten sollte man den gewünschten Reinigungsrhythmus aktiv ansprechen.
Bad, Dusche und Pflegeprodukte
Die Bäder sind der Punkt, an dem man die Zimmerkategorie am stärksten merkt. In größeren Zimmern war das Bad ordentlich nutzbar. In kleinen Zimmern war es sehr eng. Die Dusche funktionierte technisch gut, der Wasserdruck war stabil, und warmes Wasser kam zuverlässig. Der Platz in der Dusche war aber knapp. Die Handtücher waren sauber und rochen frisch. Conditioner gab es auf Anfrage an der Rezeption. Bodylotion war nicht vorhanden. Wer Wert auf bestimmte Pflegeprodukte legt, sollte eigene Sachen mitbringen.
Bett, Fenster und Zimmerluft
Die Betten waren überwiegend bequem. Die Matratzen waren fest, aber nicht hart. In ruhigen Zimmern zum Hof habe ich sehr gut geschlafen. Die Fenster ließen sich öffnen, was mir wichtig war. Die Verdunkelung mit Vorhängen und Jalousien funktionierte gut. In warmen Nächten wurde das Thema Luft allerdings schwierig, weil die meisten Zimmer keine Klimaanlage haben. Ventilatoren standen bereit, konnten aber bei Hitze nur begrenzt helfen.
Lärm, Temperatur und Schlafqualität
Ruhige Zimmer und einzelne Störpunkte
Die Lage des Hotels ist ruhig, besonders für ein Münchner Stadthotel. Zimmer zum Innenhof waren nachts sehr angenehm. Mit offenem Fenster war dort kaum Straßenlärm zu hören. In Zimmern zur Straße hörte man am frühen Morgen mehr. In einem Zimmer über der Küche kam ab etwa 6 Uhr morgens Essensgeruch hoch. Auch Schritte aus dem Zimmer darüber waren in einer Nacht deutlich zu hören. Ein Badlüfter lief einmal so laut, dass er beim Einschlafen störte. Die Aufzüge waren meistens in Ordnung, wurden aber zeitweise durch Reinigungstrolleys blockiert.
Keine Klimaanlage in den meisten Zimmern
Die fehlende Klimaanlage ist der größte Nachteil des Hotels. Im Frühling, Herbst und Winter störte mich das nicht. Bei Temperaturen um 30 Grad wurde es aber in den Zimmern schnell heiß. Mit offenem Fenster war es in ruhigen Hofzimmern erträglich, in Straßenzimmern wegen Lärm schlechter. Wer im Sommer nach München reist, sollte ein Zimmer mit besseren Kühlmöglichkeiten wählen oder genau prüfen, ob die gewählte Kategorie passt. Für heiße Nächte würde ich keine kleine Standard- oder Premier-Kategorie empfehlen.
Frühstück, Bar und Extras
Frühstücksbuffet und Preis
Das Frühstück ist gut, aber nicht günstig. Bei Vorabbuchung lag es bei etwa 19 Euro pro Person. Dafür gab es Brot, Croissants, Pancakes, Eier, Wurst, Käse, Lachs, Obst, Joghurt, Bircher Müsli, Säfte und teilweise Weißwürste. Auch Tee, Kaffee aus dem Automaten und ein Glas Sekt waren möglich. Der Kaffeeautomat funktionierte zuverlässig. Der Filterkaffee war an einem Tag allerdings zu dünn, und einmal war der Kaffee etwas bitter. Insgesamt war das Frühstück frisch, ausreichend und für ein Stadthotel angenehm. Wer nur schnell etwas Kleines essen möchte, findet in der Nähe günstigere Bäckereien.
Frühstücksraum, Bar und Fahrräder
Der Frühstücksraum war gemütlich, die Stühle bequem, und das Personal füllte die Speisen aufmerksam nach. Die Bar im Erdgeschoss ist klein, aber für Bier, Wein oder einen Drink am Abend passend. Bei gutem Wetter sind die Außenplätze schön, nach 22 Uhr muss man wegen der Wohnlage in den Innenbereich wechseln. Ein richtiges Restaurant für Mittag- oder Abendessen gibt es im Hotel nicht, aber in wenigen Minuten erreicht man mehrere Lokale. Fahrräder konnte ich für etwa 10 Euro pro Tag leihen. Für Fahrten zum Englischen Garten oder durch die Innenstadt ist das praktisch.
Parken und Service
Tiefgarage und Anreise mit Auto
Die hoteleigene Tiefgarage ist ein Pluspunkt, vor allem in der Münchner Innenstadt. Der Platz kostete etwa 29 Euro pro Nacht und sollte vorher reserviert werden, weil die Anzahl der Stellplätze begrenzt ist. Die Garage ist direkt per Aufzug angebunden, was mit Gepäck sehr bequem ist. Die Einfahrt und die Stellplätze sind allerdings eng. Mit einem großen Auto oder wenig Fahrerfahrung kann das stressig werden. Für reine Innenstadttermine ist die Anreise mit U-Bahn, Tram oder Bus entspannter.
Rezeption, Frühstücksservice und Housekeeping
Viele Mitarbeitende waren freundlich und hilfsbereit. An der Rezeption bekam ich gute Restauranttipps, Hilfe bei Fragen und sogar Unterstützung bei vergessenen Gegenständen. Auch Gläser, Eiskühler oder ein Wasserkocher wurden auf Anfrage organisiert. Das Frühstücksteam war aufmerksam, und das Housekeeping reagierte freundlich auf Wünsche. Mit Hund war der Aufenthalt ebenfalls angenehm, weil Napf, Decke und Leckerli bereitstanden. Es gab aber auch schwächere Momente: eine unfreundliche Reaktion beim Check-in, wenig Hilfe bei Hitze, Probleme bei Taxi- oder Abrechnungsfragen. Insgesamt überwiegen die guten Erfahrungen, aber der Service war nicht an jedem Tag gleich stark.
Vorteile, Nachteile und Wiederbuchung
Was mir gut gefallen hat
Die Lage in Lehel ist für eine München-Reise sehr stark. Man wohnt ruhig, ist aber schnell im Englischen Garten, an der Eisbachwelle, bei der Residenz und in der Altstadt. Die Zimmer sind sauber, das Design ist modern, die Betten sind bequem, und das Frühstück ist besser als in vielen Stadthotels dieser Größe. Die Tiefgarage, die Bar, die Fahrradvermietung und die Hundefreundlichkeit sind zusätzliche Pluspunkte.
Was mich gestört hat
Die kleinen Zimmer und Bäder sind nicht für jeden geeignet. Im Sommer ist die fehlende Klimaanlage ein echtes Problem. Auch der Preis kann hoch ausfallen, besonders wenn man ein kleines Zimmer bekommt. Frühstück und Parken erhöhen die Gesamtkosten deutlich. Außerdem sollte man beim Check-in die gebuchte Zimmerkategorie und beim Check-out die Rechnung genau prüfen.
Gesamtbewertung
Unsöld's Factory empfehle ich für München-Reisen im Frühling, Herbst und Winter. Für einen ruhigen Städtetrip mit gutem Frühstück, sauberem Zimmer und starker Lage passt das Hotel sehr gut. Im Sommer würde ich nur eine größere Kategorie mit besseren Kühlmöglichkeiten buchen. Wer ein sehr großes Bad, viel Platz und starke Klimatisierung erwartet, sollte vergleichen. Für mich bleibt das Hotel wegen Lage, Sauberkeit und Frühstück eine gute Wahl, wenn die passende Zimmerkategorie frei ist.
Lage und Wege in der Umgebung
Englischer Garten, Lehel und Altstadt
Unsöld's Factory liegt in einer ruhigen Seitenlage im Münchner Lehel. Von der Eisbachwelle und dem Englischen Garten kommt man zu Fuß schnell zum Hotel. Die U-Bahn-Station Lehel ist gut erreichbar, ebenso Tram und Bus, darunter der 100er Bus Richtung Museen. Zur Residenz und zum Odeonsplatz läuft man nur eine kurze Strecke, Marienplatz, Hofbräuhaus und Maximilianstraße sind ebenfalls gut zu Fuß erreichbar. Wer München ohne Auto erkunden möchte, wohnt hier sehr praktisch: ruhig am Abend, aber nah genug an Altstadt, Park, Restaurants, Cafés und Einkaufsstraßen.
Hotelstandort auf der Karte prüfen
Hotelfotos










Diese Rezension ist mit der Stadtseite unten verbunden.
München Rezensionen