Platzl Aufenthalt auf einen Blick
Ich war Mitte Januar, Anfang März und Ende Mai 2026 im Platzl und habe Classic-Doppelzimmer, Classic-Zweibettzimmer, ein Deluxe-Doppelzimmer, ein Einzelzimmer sowie eine neue Suite genutzt. Die Lage zwischen Marienplatz und Hofbräuhaus gehört zu den größten Vorteilen des Hotels. Die Zimmer und öffentlichen Bereiche waren überwiegend sauber, die Betten bequem und das Frühstück umfangreich. Für das Deluxe-Doppelzimmer habe ich für zwei Nächte 898 Euro im Voraus per Kreditkarte bezahlt. Das Frühstück kostete bei einer Buchung ohne Verpflegung 27 Euro pro Person, die Tiefgarage 30 Euro für 24 Stunden. Schwächen gab es bei der stark unterschiedlichen Zimmergröße, der Schalldämmung sowie bei einzelnen Heizungs- und Klimaanlagen. Zimmer zur Straße können nachts laut sein, während Zimmer zum Innenhof deutlich ruhiger waren. Bei einer erneuten Buchung würde ich ein Deluxe-Zimmer zum Innenhof wählen und mir Größe sowie Lage des Zimmers vorab bestätigen lassen.
Platzl Preise und Bezahlung
Zimmerpreis und Nebenkosten
Das Deluxe-Doppelzimmer kostete Ende Mai für zwei Nächte 898 Euro, also 449 Euro pro Nacht. An stark nachgefragten Terminen steigen die Preise erheblich. Auch normale Zimmer können mehr als 300 Euro pro Nacht kosten. Gemessen an der reinen Zimmergröße ist das teuer. Wer jedoch hauptsächlich die Münchner Altstadt besuchen möchte, spart durch die Lage viel Zeit und benötigt kaum öffentliche Verkehrsmittel.
Das Frühstück kostete bei meiner Buchung ohne Frühstück 27 Euro pro Person. Für die hoteleigene Tiefgarage wurden 30 Euro pro 24 Stunden berechnet. Beide Beträge kamen zum bereits bezahlten Zimmerpreis hinzu.
Vorauszahlung und Zahlung vor Ort
Ich habe die Zimmer online reserviert und mit Kreditkarte im Voraus bezahlt. Beim Check-in wurden Name und Buchungsbestätigung geprüft. Frühstück, Parkgebühr und Ausgaben an der Bar habe ich beim Check-out mit derselben Karte bezahlt. Bargeld habe ich nicht verwendet.
Auf einer Rechnung war einmal irrtümlich eine Parkgebühr aufgeführt, obwohl ich an diesem Tag kein Fahrzeug im Hotel abgestellt hatte. Nach meiner Erklärung wurde der Betrag entfernt. Deshalb lohnt es sich, die einzelnen Positionen vor dem Bezahlen zu kontrollieren.
Platzl Check-in und Check-out
Frühe Anreise
Bei einer Ankunft gegen 11 Uhr war das Zimmer bereits fertig. Ich erhielt die Schlüssel deutlich vor der regulären Check-in-Zeit und musste keinen Aufpreis zahlen. Nach einer langen Reise war das besonders angenehm.
An einem Sonntag gegen 11:15 Uhr war das Zimmer dagegen noch nicht verfügbar. Das war zu dieser Uhrzeit verständlich. Weniger gelungen war, dass trotz des vielen Gepäcks zunächst keine Hilfe angeboten wurde. Auch ein Hinweis auf die Lobby, das Café oder eine Möglichkeit zum Warten fehlte.
Zimmerzuteilung
Bei einer Familienreise hatte ich zwei Classic-Zweibettzimmer reserviert. Erst bei der Ankunft erfuhr ich, dass pro Etage nur ein Zimmer dieses Typs vorhanden war. Die beiden Zimmer lagen deshalb auf unterschiedlichen Stockwerken. Eine frühere Information hätte die Möglichkeit gegeben, andere Zimmer auf derselben Etage zu wählen.
Einmal wurde zunächst versehentlich der Schlüssel zu einer Suite ausgegeben, die für andere Gäste vorgesehen war. Der Fehler wurde schnell korrigiert. Seitdem kontrolliere ich beim Check-in Zimmernummer und gebuchte Kategorie noch einmal.
Abreise und Gepäck
Der normale Check-out verlief schnell. Nach Rückgabe der Zimmerkarten und Prüfung der Nebenkosten war keine längere Wartezeit nötig. Das Gepäck konnte nach der Abreise kostenlos aufbewahrt werden. Die Ausgabe mit Gepäckschein funktionierte problemlos.
Die Freundlichkeit war nicht bei jedem Mitarbeiter gleich. Bei einer Abreise musste ich eine fälschlich berechnete Parkgebühr mehrfach erklären, bevor die Rechnung korrigiert wurde.
Platzl Zimmerkategorien im Vergleich
Classic-Doppelzimmer und Classic-Zweibettzimmer
Das Classic-Doppelzimmer hatte eine für ein Altstadthotel übliche Größe. Neben Bett, kleinem Schreibtisch und Stuhl blieb nur begrenzt Platz für große Koffer. Zwischen einzelnen Zimmern derselben Kategorie gab es deutliche Unterschiede.
Von zwei gleich teuren Classic-Zweibettzimmern war eines groß genug, um mehrere Koffer auf dem Boden zu öffnen. Im zweiten Zimmer ließ sich kaum ein einzelner Koffer ausbreiten. Er musste aufrecht neben der Minibar stehen. Zwei Personen konnten sich dort nur schwer gleichzeitig bewegen.
Einige Classic-Zimmer hatten sichtbare Gebrauchsspuren. An den Wänden waren Kratzer vorhanden, Türen und Möbel wirkten abgenutzt. In einem Zimmer hing ein zu großer Fernseher schief an der Wand. Auf einem Nachttisch befand sich ein klebriger Rückstand. Die allgemeine Sauberkeit war trotzdem ordentlich, doch Größe und Zustand sind innerhalb derselben Kategorie nicht einheitlich.
Deluxe-Doppelzimmer
Das Deluxe-Doppelzimmer bot deutlich mehr Platz. Neben dem Bett gab es eine Sitzecke mit Sofa, und auch bei geöffneten Koffern blieb ausreichend Bewegungsraum. Das Badezimmer war groß genug, damit sich zwei Personen gleichzeitig fertig machen konnten.
Das Bett war eher fest als weich und stützte den Rücken gut. Die Bettwäsche war sauber, glatt und angenehm. Für einen Aufenthalt zu zweit ist das Deluxe-Zimmer die bessere Wahl, besonders wenn man mehrere Tage bleibt. Ein Zimmer zum Innenhof ist empfehlenswert, da es wesentlich ruhiger ist.
Eckzimmer und Einzelzimmer
Das Eckzimmer war grundsätzlich bequem, das Badezimmer jedoch eng. Die nach innen öffnende Tür nahm viel Platz ein und erschwerte die Nutzung von Waschbecken und Toilette. Eine Schiebetür wäre hier deutlich praktischer.
Das Einzelzimmer im vierten Stock war kompakt, aber gut eingerichtet. Es verfügte über Bett, Schreibtisch, Stuhl, Minibar, Safe und ein zu öffnendes Fenster. Verdunkelungsvorhänge waren ebenfalls vorhanden. Das Badezimmer war für ein Einzelzimmer überraschend groß und hell. Bei Blickrichtung Hofbräuhaus musste allerdings mit Straßenlärm gerechnet werden.
Neue Suite
Die neue Suite war geräumig und modern gestaltet. Schlaf- und Sitzbereich boten genug Platz für längere Aufenthalte. Trotzdem war der Stauraum für Kleidung für eine Suite knapp. Im Badezimmer gab es nur ein Waschbecken.
Einige Details waren noch nicht sauber fertiggestellt. Eine Messingabdeckung am Handtuchwärmer und ein Holzelement unter dem Fernseher waren nicht richtig befestigt. Wer hauptsächlich viel Platz sucht, wird die Suite schätzen. Bei der praktischen Ausstattung war das Deluxe-Zimmer teilweise überzeugender.
Platzl Betten und Sauberkeit
Matratze, Bettwäsche und Kissen
Die meisten Betten waren fest und bequem. Die Matratzen sanken nicht stark ein und waren nach langen Tagen in der Stadt angenehm. Wer sehr weiche Betten bevorzugt, kann sie jedoch als zu hart empfinden. In einem Zimmer knarrte der Bettrahmen bei jeder Bewegung.
Die Standardkissen waren eher niedrig und weich. Höhere und orthopädische Kissen konnten an der Rezeption bestellt werden. Bettwäsche und Bezüge waren bei jedem Aufenthalt sauber. Auch die Handtücher waren dick und saugfähig.
Bademäntel und Hausschuhe lagen in mehreren Zimmern bereit und waren für den Saunabesuch praktisch. Bei einer Buchung für drei Personen fehlten trotz bezahltem Zustellbett die zusätzlichen Laken, das Kissen und ein drittes Handtuch. Auch nach mehreren Anrufen wurden sie an diesem Abend nicht geliefert. Bei Belegung mit mehr als zwei Personen sollte die Ausstattung deshalb direkt nach dem Einzug geprüft werden.
Reinigung und Gerüche
Das Housekeeping arbeitete überwiegend zuverlässig. Zimmer, Badezimmer und Böden wurden täglich gereinigt. Handtücher, Wasser und Abfalleimer wurden regelmäßig erneuert. Zusätzliche Handtücher oder Wasser erhielt ich auf direkte Nachfrage meist sofort.
In einem Badezimmer trat jedoch an zwei von drei Tagen starker Kanalgeruch aus dem Duschabfluss aus. Das Problem wurde gemeldet, während des Aufenthalts aber nicht behoben. Hinzu kamen bei einzelnen Zimmern ein klebriger Nachttisch und deutliche Schrammen an den Wänden. Das waren weniger tägliche Reinigungsfehler als Mängel bei der technischen und handwerklichen Kontrolle.
Platzl Badezimmer und Ausstattung
Wasserdruck und Warmwasser
Der Wasserdruck in den Duschen war sehr gut. Warmes Wasser kam schnell und blieb auch bei mehreren aufeinanderfolgenden Duschen stabil. Die Badezimmer im Deluxe-Zimmer und im Einzelzimmer waren hell und großzügig. Im Eckzimmer störte hauptsächlich die ungünstige Tür.
Das Wasser lief in den meisten Duschen schnell ab und gelangte kaum auf den Badezimmerboden. Im Zimmer mit Kanalgeruch wurde der Geruch nach der Nutzung der Dusche stärker. Bei auffälligem Geruch sollte sofort ein anderes Zimmer verlangt werden.
Waschbecken und Handtücher
Die normalen Badezimmer hatten ein ausreichend großes Waschbecken. Im Deluxe-Bad gab es genügend Ablagefläche für Kosmetik und Waschutensilien. Im Eckzimmer war die Ablage knapp. Auch die neue Suite hatte nur ein Waschbecken, was bei zwei Personen am Morgen unpraktisch war.
Hand- und Badetücher waren in ausreichender Menge vorhanden und in gutem Zustand. Nur bei der zusätzlichen dritten Person fehlte die entsprechende Ausstattung.
Minibar und weitere Annehmlichkeiten
Zur Ausstattung gehörten Kaffeemaschine, Kapseln, Wasserkocher, Tee, Safe und Minibar. Bei einzelnen Buchungen war die erste Füllung der Minibar kostenlos. Wasser wurde täglich nachgefüllt und konnte zusätzlich angefordert werden.
Bademantel, Hausschuhe, Haartrockner und Pflegeprodukte waren normalerweise vorhanden. In einem Zimmer fehlte der Haartrockner und musste an der Rezeption bestellt werden. Ein Regenschirm im Zimmer war an Regentagen sehr hilfreich.
WLAN, Schreibtisch und Fernseher
Der Schreibtisch war groß genug für einen Laptop und kurze Arbeiten. Im Einzel- und Deluxe-Zimmer gab es einen passenden Stuhl und ausreichende Beleuchtung.
Das WLAN war nicht immer zuverlässig. Während eines Aufenthalts lag die Geschwindigkeit nur bei ungefähr 4 Mbit/s und die Verbindung brach regelmäßig ab. Eine Anfrage nach einem besseren oder privaten Netzwerk führte zu keiner hilfreichen Lösung. Für Videokonferenzen oder große Dateien ist eine eigene mobile Verbindung empfehlenswert.
Das Fernsehangebot umfasste nur wenige englischsprachige Programme. Streamingdienste wie Netflix waren in mehreren Zimmern nicht verfügbar.
Platzl Heizung, Klimaanlage und Fenster
Heizung im Winter
Im Januar war ein Zimmer bei der Ankunft kühl. Die Temperaturregelung reagierte langsam und war nicht selbsterklärend. In einem weiteren Zimmer funktionierte die Heizung nicht richtig, sodass ein Zimmerwechsel nötig war. Im neuen Zimmer blieb die Temperatur anschließend stabil.
Klimaanlage im späten Frühjahr
Ende Mai funktionierte die Klimaanlage in einem Zimmer während vier Nächten nicht. Das Problem wurde gemeldet, aber weder überprüft noch repariert. Durch das geöffnete Fenster ließ sich das Zimmer abkühlen, gleichzeitig kam Straßenlärm herein.
Bei warmem Wetter sollte die Klimaanlage direkt nach dem Einzug getestet werden. Bei einem Defekt ist ein sofortiger Zimmerwechsel sinnvoller als die Hoffnung auf eine spätere Reparatur.
Fenster und Verdunkelung
Die Fenster ließen sich öffnen. Zimmer zum Innenhof blieben auch bei geöffnetem Fenster vergleichsweise ruhig. Zur Straße reduzierte ein geschlossenes Fenster den Lärm deutlich. Die Verdunkelungsvorhänge hielten das Morgenlicht gut ab.
Platzl Geräuschpegel und Schlafqualität
Straßenlärm
Zimmer in Richtung Hofbräuhaus bieten eine interessante Aussicht, sind nachts aber nicht immer ruhig. An Wochentagen wurde es teilweise gegen 21 Uhr leiser. Am Wochenende waren singende und rufende Gäste der umliegenden Lokale bis etwa 1 Uhr oder 2:30 Uhr zu hören.
Mit geschlossenen Fenstern war der Lärm wesentlich geringer. Bei nicht funktionierender Klimaanlage musste jedoch zwischen Wärme und Straßenlärm gewählt werden.
Geräusche aus Nachbarzimmern und Fluren
In einigen Zimmern waren Wände und Fenster hellhörig. Bei Zimmern mit Verbindungstür hörte man Gespräche und Bewegungen aus dem Nachbarzimmer. Auch zufallende Türen im Flur waren bis spät abends hörbar.
Für einen ruhigen Aufenthalt sollte ein Zimmer ohne Verbindungstür zum Innenhof angefragt werden.
Bar und Fitnessbereich
Bei einer DJ-Veranstaltung in der Hotelbar war die Musik bis etwa 23 Uhr im Zimmer zu hören. Für Barbesucher war das unterhaltsam, für frühes Schlafen weniger geeignet.
Unterhalb des Fitnessbereichs waren morgens wiederholt dumpfe Geräusche zu hören. Bei der Reservierung eines oberen Stockwerks lohnt sich deshalb die Frage, ob das Zimmer direkt unter dem Fitnessraum liegt.
Platzl Frühstück und Einrichtungen
Frühstückspreis und Auswahl
Das Frühstück kostete bei einer Buchung ohne Verpflegung 27 Euro pro Person. Der Preis ist hoch, die Auswahl aber umfangreich. Angeboten wurden Brot, Brezeln, Croissants, Müsli, Käse, Schinken, Räucherlachs, Eier, Speck, Würste, Obst, Joghurt und warme Speisen.
Zusätzlich gab es eine Omelettstation, einen Entsafter für Obst und Gemüse, Wabenhonig, Nussmus und glutenfreies Brot auf Anfrage. Wer morgens ausgiebig isst, bekommt hier ein gutes Angebot.
Schwach war die Auswahl an Gemüse. Salat war nicht vorhanden und wurde auch auf Nachfrage nicht zubereitet. Zwischen 8:30 und 9:30 Uhr waren viele Tische besetzt. Für ein ruhigeres Frühstück eignen sich Zeiten vor 8 Uhr oder nach 9:30 Uhr.
Kaffee und Frühstücksservice
Kaffee und Tee wurden vom Service an den Tisch gebracht. Dadurch gab es keine Warteschlange an einer Maschine. Cappuccino war gut, normaler Kaffee eher durchschnittlich. Die Mitarbeiter räumten benutztes Geschirr schnell ab und fragten regelmäßig nach weiteren Getränken.
Sauna und Fitnessraum
Die Sauna im fünften Stock ist eine der besten Einrichtungen des Platzl. Sie war sauber, gepflegt und bot einen Blick über die Dächer der Münchner Altstadt. Die Öffnungszeiten waren großzügig, sodass ein Besuch auch nach einem langen Stadttag möglich war.
Der Fitnessraum ist klein, enthält aber die wichtigsten Ausdauer- und Kraftgeräte. Zu stark besuchten Zeiten wurde es eng und einzelne Geräte waren belegt. Für ein kurzes Training reicht das Angebot aus.
Lobbycafé und Bar
In der Lobby konnte man Kaffee, Kuchen, Toast und Panini bestellen. Nach einem langen Tag war sie ein angenehmer Ort für eine Pause. Am Abend wurden Cocktails und Wein serviert.
Vor einer Weinbestellung sollte die Preisangabe genau geklärt werden. Zwei Gläser, die laut Karte als jeweils 8 Euro verstanden wurden, erschienen mit insgesamt 32 Euro auf der Rechnung. Die Erklärung zu Größe und Preis war vorher nicht eindeutig, und die spätere Reaktion war wenig entgegenkommend.
Platzl Service
Rezeption
Die meisten Mitarbeiter an der Rezeption waren freundlich und hilfsbereit. Ein früher Check-in wurde ohne Aufpreis ermöglicht. Bei einer Flugannullierung half das Team bei der Verlängerung des Aufenthalts. Fragen zu Sehenswürdigkeiten und Verkehrsmitteln wurden auf Englisch beantwortet.
Die Leistung war jedoch nicht durchgehend gleich. Bei einer Ankunft mit viel Gepäck wurde zunächst keine Hilfe angeboten. Ein Mitarbeiter gab falsche Informationen zum enthaltenen Frühstück. Eine Frage zur langsamen Internetverbindung wurde von einem anderen Mitarbeiter nicht ernst genommen. Wenn ein Anliegen nicht bearbeitet wird, sollte man es bei einem zweiten Mitarbeiter erneut vorbringen.
Frühstück und Bar
Das Frühstückspersonal arbeitete schnell und freundlich. Kaffee und Tee kamen direkt an den Tisch, und Fragen zu den Speisen wurden geduldig beantwortet. An der Bar waren Beratung und Getränke meist gut. Beim Streit über einen unklar berechneten Weinpreis fehlte allerdings eine kundenfreundliche Lösung.
Housekeeping
Das Reinigungsteam hielt die Zimmer normalerweise sehr sauber. Wasser und Handtücher wurden auf Nachfrage schnell gebracht. Schwächen gab es bei der Weitergabe von Sonderwünschen, insbesondere bei der fehlenden Ausstattung für eine dritte Person.
Platzl Parken
Hoteleigene Tiefgarage
Die Tiefgarage kostete 30 Euro für 24 Stunden. Ein Aufzug führte direkt zur Rezeption und zu den Zimmeretagen. Das machte den Transport von Gepäck bequem. Für Elektroautos stand bei einem Aufenthalt eine kostenlose Lademöglichkeit zur Verfügung.
Die Zufahrt und die Stellplätze sind sehr eng. Schon mit einem Mittelklassewagen muss langsam und vorsichtig gefahren werden. Mit einem großen SUV ist mehrfaches Rangieren nötig. Der Eingang liegt in den schmalen Straßen der Altstadt und ist beim ersten Besuch nicht sofort leicht zu finden.
Wenn die Garage voll ist, befindet sich eine weitere kostenpflichtige Garage ungefähr drei Gehminuten entfernt.
Öffentliche Verkehrsmittel statt Auto
In der Münchner Altstadt erschweren Fußgänger, Fahrräder, Einbahnstraßen und Zufahrtsbeschränkungen das Autofahren. Nach dem Einparken wurde das Auto während des Aufenthalts kaum benötigt. Ohne geplante Ausflüge außerhalb Münchens sind S-Bahn, U-Bahn und Fußwege die bessere Wahl.
Platzl Vorteile und Nachteile
Vorteile
Die Lage ist der wichtigste Vorteil. Marienplatz, Hofbräuhaus, Residenz, Viktualienmarkt und die wichtigsten Einkaufsstraßen sind zu Fuß erreichbar. Die Zimmer waren überwiegend sauber, die Betten bequem und die Deluxe-Zimmer zum Innenhof ruhig. Frühstück und Sauna waren ebenfalls überzeugend. Früher Check-in und Gepäckaufbewahrung wurden flexibel gehandhabt.
Nachteile
Die Zimmer derselben Kategorie unterscheiden sich stark in Größe und Zustand. Straßenseitige Zimmer können nachts laut sein. Zimmer mit Verbindungstür sind hellhörig. Heizung und Klimaanlage funktionierten nicht in jedem Zimmer zuverlässig. Das WLAN war für geschäftliche Nutzung teilweise zu langsam. Die Tiefgarage ist für große Fahrzeuge schwierig.
Gesamturteil und erneute Buchung
Nur anhand des Zimmers betrachtet ist das Platzl teuer. Bei Preisen von mehr als 400 Euro pro Nacht bietet ein normales Classic-Zimmer nicht immer die erwartete Ausstattung. Für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt Altstadt ist die Lage jedoch außergewöhnlich praktisch.
Ich würde erneut buchen, allerdings nur mit bestätigtem Deluxe-Zimmer zum Innenhof. Zusätzlich würde ich mir Zimmergröße, Frühstück und Lage des Zimmers schriftlich bestätigen lassen.
Platzl Lage und Anreise
Vom Marienplatz zum Hotel
Vom S- und U-Bahnhof Marienplatz sind es ungefähr vier Minuten zu Fuß. Vom Neuen Rathaus geht man nach Osten durch die Altstadt in Richtung Alter Hof. Sobald die Schilder zum Hofbräuhaus sichtbar sind, befindet sich das Platzl nur noch wenige Schritte entfernt.
Vom Flughafen fahren die Linien S1 und S8 ohne Umstieg bis Marienplatz. Das ist auch mit größeren Koffern bequemer als ein Taxi durch die engen Straßen der Altstadt.
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Das Hofbräuhaus liegt ungefähr eine Gehminute entfernt. Marienplatz und Neues Rathaus erreicht man in etwa vier Minuten. Zur Münchner Residenz und zum Max-Joseph-Platz sind es ungefähr fünf bis acht Minuten.
Der Viktualienmarkt ist über die Gegend um St. Peter in etwa acht Minuten erreichbar. Auch die Geschäfte und Cafés der Maximilianstraße liegen in bequemer Gehweite. Zum Hauptbahnhof dauert der Fußweg ungefähr 20 Minuten; mit der S-Bahn ab Marienplatz geht es schneller.
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