Kurzfazit zum Aufenthalt
Zentrale Lage mit klaren Stärken und einigen Schwächen
Das Motel One München-Sendlinger Tor ist ein sehr praktisches Stadthotel für München. Die Lage direkt am Sendlinger Tor ist der größte Vorteil. Marienplatz, Altstadt, Einkaufsstraßen, Restaurants und viele Sehenswürdigkeiten sind gut zu Fuß erreichbar. Die Zimmer sind klein, aber meistens sehr sauber und funktional eingerichtet. Besonders die Zimmer zum Innenhof oder in den oberen Etagen waren ruhig und angenehm. Weniger überzeugend waren Zimmer im Erdgeschoss oder in der Nähe von Mitarbeiterbereichen, weil dort Flurtüren, Schritte und frühe Geräusche deutlich zu hören waren. Das Frühstück war einfach, aber ordentlich. Die Sitzplätze waren jedoch eng. Für einen kurzen München-Aufenthalt ohne Auto passt das Hotel gut. Mit Auto sollte man die begrenzten Parkplätze und die hohen Parkkosten vorher einplanen.
Zimmerbewertung nach Aufenthaltsart
Standard-Doppelzimmer
Das Standard-Doppelzimmer war kompakt. Zwei Koffer gleichzeitig zu öffnen war möglich, aber dann wurde es eng. Für einen Städtetrip oder eine kurze Geschäftsreise reichte das Zimmer aus. Es gab ein großes Bett, kleine Nachttische, einen kleinen Schreibtisch, einen Stuhl, TV, offene Kleiderablage, Licht am Bett und Steckdosen. Einen geschlossenen Kleiderschrank, Minibar, Kühlschrank oder Wasserkocher gab es nicht. Wer viel Zeit im Zimmer verbringen möchte, findet das Zimmer zu knapp bemessen.
Das Bett war meistens sehr bequem. Die Matratze war weich, die Bettwäsche angenehm, und die Kissen hatten eine gute Höhe. In den meisten Nächten habe ich gut geschlafen. Es gab aber auch einzelne Schwächen: Einmal war ein Kissenbezug beschädigt, und in einem anderen Zimmer wirkte die Matratze etwas durchgelegen. Insgesamt war das Bett trotzdem einer der besseren Punkte des Hotels.
Einzelzimmer und Erdgeschosszimmer
Das Einzelzimmer war noch knapper geschnitten. Für eine Person mit wenig Gepäck war es machbar, aber für längere Aufenthalte nicht besonders komfortabel. Das Bad war sehr klein. Die Dusche funktionierte grundsätzlich gut, aber nach dem Duschen wurde der Boden schnell nass. In einem Zimmer fiel die Badezimmertür immer wieder zu, was nach dem Duschen störte.
Erdgeschosszimmer würde ich nicht empfehlen. Dort waren morgens sehr früh Türen, Schritte und Bewegungen im Flur zu hören. In der Nähe von Mitarbeiterbereichen wurde es besonders früh laut. Auch die Türen der Nachbarzimmer waren deutlich hörbar. Wer leichten Schlaf hat, sollte beim Check-in ein Zimmer in einer oberen Etage und möglichst zum Innenhof verlangen.
Obere Etagen und Innenhofzimmer
Die Zimmer in den oberen Etagen und zum Innenhof waren deutlich angenehmer. Sie waren genauso klein, aber ruhiger. Bei geschlossenem Fenster war von der Innenstadt wenig zu hören. Zimmer mit Blick Richtung Kirche oder Innenstadt hatten zusätzlich den schöneren Eindruck. Die Fenster ließen sich öffnen, was für frische Luft gut war. Bei Zimmern Richtung Eingang oder Straße blieb das Fenster eher geschlossen, weil Geräusche und Zigarettenrauch störten.
Ein Zimmer im obersten Bereich mit Balkon war besonders angenehm. Die Ausstattung war weiterhin schlicht, aber der Ausblick und die Ruhe machten den Aufenthalt besser. Bei diesem Hotel entscheidet die Zimmerlage stark über die Zufriedenheit.
Sauberkeit und Bettwäsche
Reinigung und Geruch im Zimmer
Die Zimmer waren meistens sehr sauber. Bettbereich, Bad, Waschbecken und Dusche wurden ordentlich gereinigt. Besonders positiv war das Reinigungspersonal bei mehreren Aufenthalten. Die Handtücher waren meist frisch, und der Raum roch neutral. In gut gelüfteten Zimmern gab es keinen unangenehmen Geruch.
Es gab aber auch Ausnahmen. In einem Zimmer lagen Haare im Bad und am Bett. Ein anderes Zimmer war staubiger als erwartet. Einige Flure und Bereiche wirkten älter als bei neueren Motel-One-Häusern. Die Sauberkeit war im Durchschnitt gut, aber nicht jedes Zimmer war makellos.
Matratze, Decke und Kissen
Die Matratzen waren überwiegend weich und bequem. Die Bettwäsche fühlte sich sauber und angenehm an. Die Kissen waren weich, nicht zu hoch und für mich gut zum Schlafen. Wer harte Matratzen mag, könnte die Betten zu weich finden.
Auffällig war, dass die Ausstattung nicht immer vollständig wirkte. Bei einem Aufenthalt fehlte für zwei Personen ein zweites Badetuch. Ein anderes Mal war die Bettdecke sehr klein. Das ließ sich mit Nachfrage lösen, sollte bei einem vollen Zimmerpreis aber nicht nötig sein.
Bad und Toilette
Dusche, Wasserdruck und Warmwasser
Das Bad war klein, aber funktional. Der Wasserdruck in der Dusche war gut, und warmes Wasser kam schnell. Während des Duschens blieb die Temperatur stabil. Waschbecken, Spiegel, Föhn, Handseife und Duschgel/Shampoo waren vorhanden. Die großen Spender im Bad waren praktisch.
Der Nachteil war die Größe. In einigen Zimmern war der Duschbereich sehr eng. Nach dem Duschen wurde der Boden leicht nass. In einem Bad war die Kante zur Dusche recht hoch. Die Ablagefläche am Waschbecken war knapp. Für eine kurze Städtereise reicht es, für Gäste mit viel Kosmetik oder Pflegeartikeln ist es eng.
Handtücher und Ausstattung
Die Handtücher waren sauber, aber nicht immer ausreichend vorhanden. Zusätzliche Handtücher musste ich an der Rezeption anfragen. Slipper, Kaffeemaschine, Wasserkocher, Minibar, Bügeleisen und Bügelbrett gab es nicht. Auch ein Telefon im Zimmer fehlte. Für jede Anfrage musste man zur Rezeption gehen. Das ist einer der klaren Nachteile des Hotels.
Geräusche, Klima und WLAN
Zimmerlage und Nachtruhe
Innenhofzimmer waren ruhig. Dort konnte ich gut schlafen, und bei geschlossenem Fenster war es angenehm leise. Zimmer zur Straße, zum Eingang oder zum Park waren schwieriger. Bei offenem Fenster kamen Gespräche, Verkehr, Rauchgeruch und nächtliche Geräusche herein. In einem Zimmer über der Bar waren Musik und Bass zu hören. Nach einem Hinweis wurde die Musik leiser gestellt, aber empfindliche Gäste sollten solche Zimmer meiden.
Die Flurtüren waren oft laut. Besonders im Erdgeschoss und in der Nähe von Mitarbeiterbereichen war das störend. Auch andere Gäste im Flur waren gut zu hören. Für ruhigen Schlaf sollte man ein Zimmer weit weg von Aufzug, Bar, Eingang und Personalräumen verlangen.
Heizung, Klimaanlage und Internet
Die Temperatur im Zimmer war nicht immer perfekt. In einem Zimmer war es trotz maximaler Heizung frisch. In einem anderen funktionierte die Kühlung gut. Im Winter war die Anlage eher Heizung oder Lüftung und keine echte Kühlung. Im Sommer ist das wichtig, weil man zur Straße hin das Fenster wegen Lärm und Rauch nicht gern öffnet.
Das WLAN war unzuverlässig. Manchmal funktionierte es, manchmal war das Signal im Zimmer schwach oder gar nicht nutzbar. Für normales Surfen reichte es an guten Tagen. Für Videocalls, größere Dateien oder Arbeiten am Laptop war es nicht zuverlässig genug.
Preis und Zahlung
Zimmerpreis und Frühstückskosten
Die Preise hängen stark vom Termin ab. Für ein Standard-Doppelzimmer habe ich rund 175 Euro pro Nacht ohne Frühstück bezahlt. Bei einem Aufenthalt mit Frühstück waren es 543,80 Euro für zwei Nächte. Das Frühstück kostete einmal 17,40 Euro pro Person, später 18 Euro pro Person. Für die zentrale Lage in München ist das nachvollziehbar, aber wegen der kleinen Zimmer und der knappen Ausstattung wirkt es nicht immer günstig.
Das Hotel lohnt sich vor allem, wenn man die Lage nutzt und viel zu Fuß unterwegs ist. Wer ein großes Zimmer, viel Service und viele Extras erwartet, bekommt für den Preis zu wenig.
Buchung und Bezahlung
Gebucht habe ich online. Bei Buchungen ohne Vorauszahlung habe ich beim Check-in mit Karte bezahlt. Frühstück und Parken wurden beim Check-out geprüft. Die Reservierung und Passkontrolle liefen meistens schnell. Mit Online-Check-in dauerte die Schlüsselausgabe nur wenige Minuten.
Bei starkem Andrang musste ich trotzdem warten. Auch mit vorherigem Online-Check-in gab es einmal eine Schlange. Der Check-out war einfach. Karte abgeben, Zusatzkosten prüfen, fertig. Gepäck konnte ich nach dem Check-out im Hotel lassen.
Check-in und Check-out
Ankunft und Wartezeit
Der Check-in war meistens schnell. Die Mitarbeiter prüften Buchung und Ausweis, erklärten die Zahlung und gaben die Zimmerkarte aus. Einmal war das Zimmer schon um 9:30 Uhr bereit. Das war nach der Anreise sehr angenehm.
Es gab aber auch weniger gute Ankünfte. Ein Mitarbeiter erklärte nur das Nötigste. Zimmerlage, Frühstückszeiten und Parkmöglichkeiten wurden nicht immer ausführlich erklärt. Bei Fragen zur Tiefgarage musste ich mehrfach nachhaken. Der Empfang hängt stark von der Person am Schalter ab.
Abreise und Gepäck
Der Check-out verlief unkompliziert. Zusätzliche Kosten wurden kurz geprüft, danach war alles erledigt. Die Gepäckaufbewahrung funktionierte gut. Dadurch konnte ich nach dem Auschecken noch in die Altstadt gehen. Nicht immer wurde gefragt, ob alles gepasst hat. Das ist kein großes Problem, aber ein freundlicher Abschluss wäre besser.
Frühstück im Hotel
Auswahl und Qualität
Das Frühstück war einfach, aber gut. Es gab Brot, Brötchen, Croissants, Käse, Wurst, Joghurt, Müsli, Obst und Kaffee. Die Produkte waren ordentlich, teilweise Bio, und der Kaffee war gut. Vegane Alternativen waren vorhanden. Für ein leichtes Frühstück reicht das Angebot aus.
Warme Speisen fehlten weitgehend. Rührei, Speck oder Würstchen gab es nicht. Die Auswahl änderte sich kaum. Glutenfreie Angebote waren begrenzt. Wer mehrere Tage bleibt, möchte vielleicht zwischendurch lieber in eine Bäckerei oder ein Café in der Nähe gehen.
Frühstücksraum und Sitzplätze
Der Frühstücksbereich war zu eng. Die Lounge sieht schön aus, aber kleine Tische und enge Sitzabstände machen das Frühstück weniger bequem. Zu Stoßzeiten war es schwer, zusammenhängende Plätze zu bekommen. Schon früh am Morgen waren viele Tische belegt. Die Mitarbeiterinnen beim Frühstück waren freundlich und hilfsbereit, aber der Raum selbst blieb der Schwachpunkt.
Parken und Anreise mit Auto
Tiefgarage im Hotel
Das Hotel hat eine Tiefgarage, aber nur wenige Plätze. Bei später Anreise war sie oft voll. Die Hotelgarage kostete rund 30 Euro pro Nacht. Für München Zentrum ist das nicht überraschend, aber die geringe Verfügbarkeit ist problematisch. Eine feste Reservierung war nicht zuverlässig planbar.
Parkhäuser in der Nähe
Wenn die Hotelgarage voll war, musste ich in ein nahegelegenes Parkhaus ausweichen. Im Contipark Oberanger zahlte ich rund 45 Euro für 24 Stunden. Für zwei Nächte kamen etwa 90 Euro zusammen. Dazu kam der Fußweg zurück zum Hotel. Mit viel Gepäck ist das unpraktisch. Für dieses Hotel empfehle ich die Anreise mit Bahn, U-Bahn oder Tram. Wer mit dem Auto kommt, sollte die Parkkosten fest einplanen.
Personal und Service
Rezeption
Viele Mitarbeiter an der Rezeption waren freundlich, schnell und hilfsbereit. Bei Zimmerwünschen, Gepäckaufbewahrung und Wegbeschreibung wurde gut geholfen. Ein ruhiges Zimmer für ältere Familienmitglieder wurde problemlos ermöglicht. Auch ein früher Check-in klappte, als das Zimmer fertig war.
Es gab aber auch schwächere Momente. Manche Antworten wirkten knapp, bei Parkfragen fehlte eine klare Erklärung, und einzelne Mitarbeiter wirkten desinteressiert. Da es kein Zimmertelefon gibt, fallen solche Servicepunkte stärker auf.
Frühstück, Reinigung und Bar
Das Reinigungspersonal war meist sehr gründlich. Die Zimmer waren oft hervorragend gepflegt. Beim Frühstück waren die Mitarbeiter freundlich, bestimmt und aufmerksam. Die Bar hatte eine schöne Atmosphäre und war abends praktisch. Der Service an der Bar war aber nicht immer gut. Einmal wurde ein Getränk wortlos hingestellt und nicht richtig gemischt. An vollen Abenden musste man länger warten, bis man beachtet wurde.
Vorteile und Nachteile
Positive Punkte
Die Lage ist der klare Hauptgrund für dieses Hotel. Sendlinger Tor, Altstadt, Marienplatz, Einkaufsstraßen, U-Bahn, Tram und Restaurants liegen sehr nah. Die Zimmer sind klein, aber meistens sauber. Die Betten sind bequem, und Innenhofzimmer sind sehr ruhig. Das Frühstück ist einfach, aber brauchbar. Für kurze München-Reisen und Geschäftsreisen ist das Hotel praktisch.
Schwachpunkte
Die Zimmer sind klein, die Bäder eng, und die Ausstattung ist knapp. Es fehlen Telefon, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Minibar, Slipper und Bügelequipment. Das WLAN war nicht zuverlässig. Das Frühstück ist räumlich eng. Die Aufzüge sind langsam, weil nur zwei vorhanden sind. Die Tiefgarage hat zu wenige Plätze, und externe Parkhäuser sind teuer. Zimmer im Erdgeschoss oder in der Nähe von Mitarbeiterbereichen sollte man vermeiden.
Gesamtzufriedenheit und erneute Buchung
Für wen sich das Hotel lohnt
Ich würde das Motel One München-Sendlinger Tor wieder buchen, wenn ich ohne Auto nach München komme und ein zentrales, sauberes Hotel für wenige Nächte brauche. Für einen Städtetrip passt es gut. Für längere Aufenthalte, viel Gepäck oder viel Zeit im Zimmer empfehle ich ein größeres Hotel. Bei der Buchung empfehle ich ein ruhiges Zimmer in einer oberen Etage zum Innenhof.
Lage und Umgebung
Vom Sendlinger Tor zum Hotel
Vom Sendlinger Tor sind es nur wenige Schritte bis zum Hotel. U-Bahn und Tram liegen direkt in der Nähe. Vom Hauptbahnhof fährt man mit der U-Bahn nur kurz, mit leichtem Gepäck kann man auch laufen. In Richtung Altstadt erreicht man Marienplatz, Rathaus, Viktualienmarkt, Kirchen, Restaurants und Einkaufsstraßen bequem zu Fuß. Auch zur Theresienwiese kommt man bei gutem Wetter zu Fuß. Für München ist diese Lage sehr stark, besonders wenn man kein Auto nutzen möchte.
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