Kurzüberblick zur Hotelbewertung
Zimmer, Preis und Lage
Das Augustin ist ein modernes Hotel in München-Schwanthalerhöhe, direkt bei der Theresienwiese, der Bavaria und dem Deutschen Museum Verkehrszentrum. Das Hotel hält, was die Fotos versprechen: helle Räume, saubere Zimmer, ein hochwertiger Look und eine lockere Atmosphäre, die besonders gut zu Familien und Gruppen passt. Für das 6-Bett-Zimmer habe ich für 3 Nächte etwa 550 Euro bezahlt. Das Frühstück lag bei 15 Euro pro Erwachsenem, die Tiefgarage kostete bei meinem Aufenthalt 14 Euro pro Nacht. An der Bar gab es ein 0,5 l Helles für 3,90 Euro. Für München war das ein fairer Preis. Die größten Stärken sind Sauberkeit, Frühstück, Lage und die gut gemachten Familien- und Mehrbettzimmer. Schwächen gibt es aber auch: manche Doppelzimmer sind sehr klein, es fehlt teils an Stuhl, Schreibtisch, Stauraum, Safe, Minibar oder Tee im Zimmer. Außerdem waren Klimaanlage und Schallschutz nicht in jeder Situation überzeugend.
Buchung Preis Bezahlung
Reservierung und konkrete Kosten
Die Buchung habe ich vorab online gemacht. Vor Ort wurden Reservierung und Ausweise an der Rezeption geprüft, die Zahlung lief unkompliziert per Karte. Für das 6-Bett-Zimmer habe ich bei 3 Nächten etwa 550 Euro bezahlt. Das war für München und für ein Zimmer mit 6 Schlafplätzen, 2 Duschen und separatem WC ein guter Preis. Bei einem Familienzimmer lag der Preis bei früher Buchung unter 200 Euro pro Nacht. Beim Doppelzimmer lohnt sich der Blick auf die genaue Kategorie, weil manche Zimmer deutlich kleiner ausfallen.
Check-in und Check-out
Der Check-in war meistens schnell erledigt. Name, Ausweis, Zimmerkarte, kurze Erklärung zum Haus, dann ging es direkt aufs Zimmer. Während der Oktoberfest-Zeit gab es ein Armband für Hotelgäste, damit keine fremden Personen einfach in die Flure kommen. Einmal war ich etwas vor der offiziellen Check-in-Zeit da und musste warten, bis das Zimmer fertig war. Das war okay, aber mit Kindern hätte die Rezeption etwas aufmerksamer reagieren können. Der Check-out war einfach. Zimmerkarte abgeben, Frühstück, Parken und Barverzehr prüfen, dann per Karte bezahlen. Versteckte Zusatzkosten gab es nicht.
Zimmerkategorien im Aufenthalt
Doppelzimmer
Das Doppelzimmer war modern, sauber und geschmackvoll eingerichtet, aber klein. Das Bett nahm den meisten Platz ein. In einem Doppelzimmer fehlten Stuhl, Sessel und sogar ein Hocker. Für einen kurzen Städtetrip reicht das, für Arbeiten am Laptop oder ein längeres Telefonat ist es unbequem. In manchen Zimmern gab es außerdem zu wenig Stauraum, keine richtigen Ablagen und keinen Schrank. Kleidung landete dadurch schnell auf dem Bett oder im Koffer. Das Bett selbst war sauber und bequem, die Bettwäsche fühlte sich frisch an. Die Matratze war eher fest. Wer sehr weiche Betten mag, sollte das wissen.
6-Bett-Zimmer
Das 6-Bett-Zimmer ist die stärkste Kategorie im Augustin. Jedes Bett hatte einen Vorhang, eine kleine Ablage und Lademöglichkeiten. Dadurch hatte man auch in einem gemeinsamen Zimmer genug Privatsphäre. Für Familien mit fünf oder sechs Personen und für Gruppen ist das Zimmer sehr praktisch. Zwei Duschen im Zimmer und ein separates WC machen morgens einen großen Unterschied. Niemand muss ewig warten, bis alle fertig sind. Die abschließbaren Fächer mit Zimmerkarte waren ebenfalls nützlich. Das Zimmer erinnert vom Prinzip an ein Hostel, ist aber sauberer, hochwertiger und viel komfortabler als ein typisches Mehrbettzimmer.
Familienzimmer und Suite
Die Familienzimmer waren geräumiger und für Reisen mit Kindern sehr angenehm. Besonders gut waren Zimmer mit getrenntem Kinderbereich und Schiebetür. So konnten Kinder früher schlafen, ohne dass der gesamte Raum dunkel sein musste. In größeren Zimmern gab es genug Platz für Gepäck, Spielzeug und einen ruhigen Abend im Zimmer. Das Bad war je nach Zimmer sehr komfortabel, teils mit Walk-in-Dusche und viel Platz. Nicht jedes Detail war perfekt: Das Schlafsofa war ziemlich hart, und in einem Zimmer lag die Kindermatratze sehr nah am Boden. Für Kinder war das okay, für Erwachsene wäre es zu hart gewesen.
Sauberkeit Betten Schlafkomfort
Bettwäsche und Matratzen
Die Betten waren sauber, ordentlich bezogen und insgesamt bequem. Die Bettwäsche roch frisch, die Decken waren angenehm und die Kissen hatten eine gute Höhe. Im 6-Bett-Zimmer haben die Vorhänge an den Betten geholfen, Licht und Bewegung im Zimmer besser auszublenden. Die Matratzen waren eher fest. Das war für mich in Ordnung, kann aber für Gäste, die weicher schlafen möchten, zu hart sein. Das Schlafsofa im Familienzimmer war deutlich härter als die normalen Betten.
Reinigung und Zimmergeruch
Die Sauberkeit gehört zu den größten Pluspunkten des Hotels. Zimmer, Bad, Flure, Lobby und Frühstücksbereich waren sehr gepflegt. Beim Betreten des Zimmers gab es keinen muffigen Geruch, keine staubigen Ecken und keine sichtbaren Spuren von vorherigen Gästen. Bei einem längeren Aufenthalt wurde allerdings einmal die Wasserflasche nicht aufgefüllt, und benutzte Gläser blieben stehen. Das passte nicht ganz zum sonst sehr guten Eindruck. Frische Handtücher wurden auf Nachfrage schnell gebracht.
Bad Dusche Toilette
Wasserdruck und Warmwasser
Das Bad war sauber und modern. Der Wasserdruck in der Dusche war gut, warmes Wasser kam zuverlässig. Im 6-Bett-Zimmer waren die zwei Duschen ein echter Vorteil. Das separate WC machte den Aufenthalt mit mehreren Personen deutlich entspannter. Handtücher waren sauber, Seife am Waschbecken und Duschgel in der Dusche waren vorhanden. Das Duschgel konnte auch als Shampoo genutzt werden.
Kritikpunkte im Bad
Im Bad fehlten teilweise Haken und Ablageflächen. Gerade mit mehreren Personen im Zimmer wird das schnell unpraktisch. In einem barrierefreien Zimmer lief beim Duschen viel Wasser über den Boden, weil die Dusche keinen Rand hatte. Danach musste man den Boden trocken machen. Ein Duschboden war außerdem recht rutschig. Mit Kindern sollte man dort aufpassen. Das Bad war optisch schön, aber nicht in jeder Zimmerkategorie gleich praktisch.
Schallschutz Klima Ausstattung
Geräusche im Zimmer
Bei geschlossenem Fenster war der Straßenlärm meistens gut gedämmt. In einem Zimmer zur Straße konnte ich trotz Verkehr gut schlafen. Bei geöffnetem Fenster war es deutlich lauter. Restaurants, Gäste im Außenbereich und Verkehr waren abends zu hören. Während Veranstaltungen und bei Gruppen im Haus kam auch Lärm aus dem Flur oder von oben dazu. Wenn Kinder oder Schulgruppen rennen, hört man das. Auch Geräusche aus dem Nachbarzimmer kamen an manchen Abenden klar durch. Wer empfindlich schläft, sollte ein ruhiges Zimmer zum Innenbereich oder in einem oberen Stockwerk anfragen.
Heizung Klimaanlage Fenster
Im Winter war das Zimmer warm, teilweise sogar wärmer als gewünscht. Im Sommer war die Klimaanlage nicht immer stark genug. In einem Zimmer war sie laut, in einem anderen kühlte sie nur mäßig. Fenster lassen sich öffnen, aber bei geöffnetem Fenster kommt je nach Lage Lärm von außen herein. Für heiße Tage ist das ein echter Schwachpunkt. In kühleren Monaten fällt dieser Punkt weniger ins Gewicht.
Ausstattung im Zimmer
Die Ausstattung ist modern, aber eher reduziert. Es gab gute Beleuchtung, große Fenster, Steckdosen am Bett und saubere Handtücher. Im 6-Bett-Zimmer waren Ablagen und Ladepunkte sehr gut gelöst. In manchen Doppelzimmern fehlten aber Schreibtisch, Stuhl, Schrank und Safe. Minibar gab es nicht. Ein Wasserkocher war nicht immer vorhanden, und wenn einer vorhanden war, fehlten Teebeutel oder Kaffee. Einmal funktionierte das TV-Entertainment nicht. Diese Punkte sind nicht dramatisch, aber bei einem längeren Aufenthalt merkt man sie.
Frühstück Bar Restaurant
Frühstückspreis und Auswahl
Das Frühstück habe ich mit 15 Euro pro Erwachsenem bezahlt. Dafür war die Auswahl gut. Es gab Brötchen, Brezen, Croissants, Käse, Wurst, Obst, Joghurt, Müsli, Nüsse, Kerne, Eier, Weißwürste, Obazda, Säfte und Kaffee. Auch Milchalternativen waren vorhanden. Der Frühstücksraum war hell, freundlich und bot genug Sitzplätze. Die Speisen wurden zügig nachgelegt. Für ein Münchner Hotel war das Frühstück preislich und qualitativ überzeugend.
Frühstück mit kleinen Schwächen
Das Frühstück war gut, aber nicht jeden Tag besonders. Wer ein großes Luxusbüfett mit vielen warmen Speisen erwartet, bekommt hier eher ein gutes, regionales Frühstück mit solider Auswahl. Laktosefreier Joghurt war nicht sichtbar vorhanden. Besteck und Tablett musste man sich selbst nehmen, die Tische waren nicht immer klassisch eingedeckt. Das wirkte lockerer als in einem klassischen Hotelrestaurant. Die Bar hat mir gut gefallen. Das Helle für 3,90 Euro war für München sehr fair. Das Wasser an der Rezeption für 4,50 Euro pro 0,75 l war dagegen teuer.
Personal Service Freundlichkeit
Rezeption
Die Rezeption war meistens freundlich, schnell und hilfsbereit. Englisch war kein Problem. Bei Fragen zu Zimmern, Parken oder Umgebung bekam ich klare Antworten. Vorab per E-Mail wurde schnell geantwortet. Bei einem Aufenthalt mit Kindern war der Bulli in der Lobby praktisch, weil Kinder dort während des Check-ins spielen und malen konnten. Einmal war der Empfang aber eher kühl. Es wurde nicht gefragt, ob alles passt, und bei der Abreise fehlte ein persönlicher Ton. Das war kein großes Problem, aber es blieb hängen.
Frühstücksteam und Reinigung
Das Frühstücksteam war aufmerksam. Kaffee, Milchalternativen und Nachfragen wurden freundlich erledigt. Auch an der Bar und im Restaurant war der Umgang locker und angenehm. Die Reinigung war insgesamt sehr gut. Die Zimmer waren sauber, Handtücher wurden schnell gebracht. Nur bei der Zimmerreinigung während eines längeren Aufenthalts wurden Wasser und Gläser einmal vergessen. Hier ist noch Luft nach oben.
Parken und öffentliche Verkehrsmittel
Tiefgarage
Die hoteleigene Tiefgarage war einfach zu befahren und geräumig genug. Bei meinem Aufenthalt habe ich 14 Euro pro Nacht bezahlt. Für München ist das fair. Es gab auch Lademöglichkeiten für Elektroautos. Praktisch war, dass das Auto nach dem Check-out noch kurz stehen konnte, während ich mit der U-Bahn in die Innenstadt gefahren bin.
Auto oder U-Bahn
Während der Oktoberfest-Zeit und bei größeren Veranstaltungen ist Parken rund um die Theresienwiese schwierig. Kostenlose Straßenparkplätze kann man mit Glück finden, aber verlassen sollte man sich darauf nicht. Für einen Städtetrip ist es besser, das Auto in der Garage zu lassen und die U-Bahn zu nehmen. Die Station Schwanthalerhöhe ist nah, und von dort ist man schnell am Hauptbahnhof, am Karlsplatz und in der Altstadt.
Vorteile Nachteile Gesamturteil
Was mir gut gefallen hat
Das Augustin ist sauber, modern und für Familien sowie Gruppen sehr gut geeignet. Das 6-Bett-Zimmer mit Vorhängen, Lademöglichkeiten, 2 Duschen und separatem WC ist in München eine sehr gute Lösung. Die Familienzimmer sind geräumig und kinderfreundlich. Das Frühstück ist lecker, die Bar angenehm und die Preise sind für München fair. Die Lage nahe Theresienwiese, Bavaria, Bavaria Park und Deutsches Museum Verkehrszentrum ist für viele München-Reisen sehr praktisch.
Was mich gestört hat
Die kleinen Doppelzimmer sind nicht ideal, wenn man Platz, Stauraum oder einen Arbeitsplatz braucht. Fehlender Stuhl, fehlender Schreibtisch, kein Safe, keine Minibar und fehlende Teebeutel sind Kleinigkeiten, die sich summieren. Im Sommer kann die Klimaanlage stören, weil sie laut ist oder nicht stark genug kühlt. Bei geöffnetem Fenster wird es je nach Zimmer laut. Auch Lärm von Gruppen, Fluren oder Nachbarzimmern kann vorkommen. Trotzdem überwiegen die positiven Punkte klar. Ich würde das Augustin wieder buchen, aber gezielt ein Familienzimmer oder 6-Bett-Zimmer wählen.
Lage und Umgebung
Theresienwiese Bavaria U-Bahn Schwanthalerhöhe
Das Hotel liegt direkt bei der Theresienwiese. Zur Bavaria sind es nur wenige Minuten zu Fuß, und das Deutsche Museum Verkehrszentrum liegt praktisch nebenan. Während des Oktoberfests ist die Lage besonders stark, weil man sehr schnell am Festgelände ist. Zur U-Bahn-Station Schwanthalerhöhe geht man etwa 5 Minuten. Von dort kommt man schnell zum Hauptbahnhof, Karlsplatz und in die Altstadt. Wer vom Flughafen kommt, fährt am besten zunächst zum Hauptbahnhof und weiter mit der U-Bahn bis Schwanthalerhöhe. In der Umgebung gibt es Restaurants, Cafés, Supermärkte, ein Einkaufszentrum und den Bavaria Park. Für reine Altstadtbesichtigungen ist das Hotel nicht mitten im Zentrum, mit der U-Bahn ist die Lage aber sehr angenehm.
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