Zusammenfassung der Hotelbewertung
Solides Stadthotel mit sehr guter Lage und klaren Schwächen
Das Senator ist ein praktisches Hotel in München, wenn man nah an der Theresienwiese, am Hauptbahnhof und an öffentlichen Verkehrsmitteln übernachten möchte. Für einen Städtetrip, einen kurzen Business-Aufenthalt oder einen Besuch beim Oktoberfest passt die Lage sehr gut. Die Zimmer sind je nach Etage und Lage unterschiedlich. Einige Zimmer waren sauber, geräumig und ruhig, andere wirkten deutlich älter und zeigten Abnutzung an Möbeln, Bad, Teppich und Bett. Positiv waren das meist freundliche Personal, das einfache, aber brauchbare Frühstück und die gute Erreichbarkeit. Klar negativ waren das schwache WLAN, fehlende Klimaanlage, Straßenlärm in Zimmern zur Straße und einzelne Probleme bei Sauberkeit und Service. Bei einem Preis von etwa 190 Euro für eine Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück war das Hotel noch vertretbar. Bei etwa 220 Euro pro Nacht während einer Messe würde ich genauer vergleichen.
Preis und Bezahlung
Übernachtungspreis und Preisniveau
Für eine Übernachtung zu zweit inklusive Frühstück habe ich etwa 190 Euro bezahlt. Bei dieser Lage in München war das noch ein akzeptabler Preis, besonders weil Hauptbahnhof, Theresienwiese, Tram und U-Bahn schnell erreichbar sind. Für einen kurzen Aufenthalt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung, wenn man kein modernes Designhotel erwartet. Während Messezeiten lag der Preis bei etwa 220 Euro pro Nacht. Bei diesem Preis fallen die älteren Zimmer, das schwache WLAN und die fehlende Klimaanlage stärker ins Gewicht.
Zahlungsweise und Zusatzkosten
Die Buchung lief online, vor Ort wurde die Zahlung per Karte abgewickelt. Die Kosten wurden an der Rezeption klar geprüft. Bei Nutzung des Parkplatzes kamen etwa 13 Euro pro Tag dazu. In den umliegenden Straßen gab es ebenfalls kostenpflichtige Parkplätze, teilweise mit Tageshöchstbetrag um 11 Euro, allerdings mit Münzen oder Münchner Park-App. Für Gäste mit Auto ist die Hotelgarage bequemer, für reine Stadtbesuche ist die Anreise mit Bahn, Tram oder U-Bahn sinnvoller.
Check-in und Check-out
Ankunft und Wartezeit
Der Check-in verlief meistens schnell. An einem Aufenthalt war das Zimmer sogar vor 14 Uhr fertig. Die Reservierung und die Ausweiskontrolle wurden zügig erledigt. Die 24-Stunden-Rezeption ist ein klarer Vorteil, wenn man spät in München ankommt. Die Freundlichkeit war aber nicht bei jedem Kontakt gleich. Viele Mitarbeitende waren hilfsbereit und erklärten alles ruhig, auch bei Sprachproblemen. Bei Beschwerden, etwa wegen WLAN oder Zimmerfragen, war die Reaktion teilweise kühl und wenig lösungsorientiert.
Abreise und Gepäck
Der Check-out war unkompliziert. Schlüssel abgeben, Zusatzkosten prüfen, fertig. Parkgebühr, Frühstück und sonstige Extras wurden an der Rezeption kontrolliert. Die Gepäckaufbewahrung war hilfreich, wenn man nach dem Check-out noch Zeit in München hatte. Gerade bei einer Zugreise ab dem Hauptbahnhof ist das praktisch.
Zimmerarten und Zimmergröße
Standardzimmer
Die Standardzimmer reichen für einen Städtetrip aus. In manchen Zimmern war genug Platz für Koffer, Schreibtisch, Kleiderschrank und Kühlschrank. Andere Zimmer wirkten kleiner und stärker abgenutzt. Das Hotel ist nicht neu, und das merkt man an Teppich, Sofa, Türen, Aufzug und Bad. Wer tagsüber unterwegs ist und das Zimmer hauptsächlich zum Schlafen nutzt, kommt damit eher zurecht.
Größere Zimmer und Familienaufenthalt
In größeren Zimmern war der Aufenthalt deutlich angenehmer. Ein großes Bett, ein zusätzliches Bett oder Schlafsofa und ein geräumiges Bad machen das Hotel auch für Familien nutzbar. Die Zimmergröße war bei mehreren Aufenthalten einer der besseren Punkte. Trotzdem war nicht jedes große Zimmer automatisch gepflegt. Flecken am Sessel, Staub an Kanten oder kleine Verschmutzungen am Boden kamen vor.
Balkon und Aussicht
Einige Zimmer haben Balkon oder Terrasse. Besonders in oberen Etagen war der Blick Richtung Kirche oder Stadt angenehm. Ein Zimmer zum Innenhof war ruhiger als ein Zimmer zur Straße. Wer empfindlich auf Lärm reagiert, sollte unbedingt ein ruhiges Zimmer nach hinten oder in einer höheren Etage anfragen.
Bett und Bettwäsche
Matratze und Kissen
Die Betten waren sehr unterschiedlich. In einigen Zimmern war die Matratze bequem und das Kissen weich. In anderen Zimmern war das Bett sehr weich, fast durchgelegen, und für den Rücken nicht ideal. Wer lieber fest schläft, sollte hier keine perfekte Matratze erwarten. Die Kissen waren teilweise flach, was für Seitenschläfer nicht optimal ist.
Bettwäsche und Sauberkeit
Die Bettwäsche war auf den ersten Blick sauber und weiß. Bei genauerem Hinsehen gab es aber in einzelnen Zimmern ältere Spuren und Flecken unter den Bezügen. Manchmal lag auch Staub oder Teppichflaum auf der Bettwäsche. Wenn das Zimmer gut gereinigt war, konnte man angenehm schlafen. Bei empfindlichen Gästen lohnt sich ein kurzer Blick auf Kissen, Laken und Matratze direkt nach dem Check-in.
Sauberkeit und Geruch im Zimmer
Gute und schwächere Zimmer
Die Sauberkeit war nicht durchgehend gleich. Einige Zimmer waren sauber, ordentlich und täglich gepflegt. Andere Zimmer hatten Staub an Möbelkanten, Haare im Bad, Schmutz am Boden oder Flecken auf Stoffmöbeln. Das Hotel kann sauber sein, aber die Kontrolle ist nicht immer gleich sorgfältig.
Geruch und Lüften
Einige Zimmer waren geruchsneutral, andere rochen beim Betreten unangenehm. In einem Bad war zeitweise ein Uringeruch wahrnehmbar. Bei warmem Wetter wurde das Zimmer schnell stickig. Fenster lassen sich öffnen, aber zur Straßenseite kommt dann Lärm herein. Ohne Klimaanlage ist das im Sommer ein echter Nachteil.
Bad und Dusche
Größe und Ausstattung
Viele Bäder waren für ein Stadthotel angenehm groß. Es gab Zimmer mit Badewanne, Waschbecken, WC, Föhn und ausreichend Handtüchern. Teilweise hatte das Bad sogar ein Fenster. Warmwasser war meistens stabil vorhanden. In einzelnen Zimmern musste man aber warten, bis das Wasser richtig warm wurde.
Wasserdruck und Badewanne
Der Wasserdruck war in Ordnung, aber nicht jedes Bad war in gutem Zustand. Alte Armaturen, lockere Teile und eine Dusche in der Badewanne mit Duschvorhang waren typische Schwachpunkte. Wer eine moderne, offene Dusche erwartet, wird enttäuscht. Für eine kurze Dusche reicht es, aber der Komfort ist eher einfach.
Zustand des Badezimmers
Das Badezimmer zeigte in einigen Zimmern deutliche Altersspuren. Roststellen, alte Fliesen, wackelige Armaturen und kleine Defekte waren vorhanden. Trotzdem waren die Bäder in besseren Zimmern nutzbar und ausreichend groß. Der Zustand hängt stark vom jeweiligen Zimmer ab.
Klima, Heizung und Raumtemperatur
Keine Klimaanlage
Das Hotel hat keine Klimaanlage. Ein Ventilator stand teilweise im Zimmer, reicht im Hochsommer aber nicht aus. Bei warmem Wetter wurde das Zimmer schnell heiß. Fenster öffnen hilft, bringt aber in Zimmern zur Straße viel Lärm mit sich. Für den Sommer würde ich das Hotel nur eingeschränkt empfehlen.
Heizung und Warmwasser
Die Heizung funktionierte überwiegend ordentlich. Bei einem Problem wurde durch das Personal geholfen. Warmwasser war meistens zuverlässig, einzelne Zimmer hatten aber Verzögerungen. Nach dem Einzug lohnt sich ein kurzer Test von Heizung, Wasser und Dusche.
Lärm und Schallschutz
Zimmer zur Straße
Zimmer zur Straße sind deutlich lauter. Verkehr, Sirenen und Stimmen können nachts stören, besonders wenn das Fenster geöffnet ist. Da es keine Klimaanlage gibt, ist das im Sommer ein echtes Problem. Wer Ruhe braucht, sollte kein Zimmer zur Hauptstraße nehmen.
Innenhof und Flure
Zimmer zum Innenhof waren wesentlich angenehmer. Bei geschlossenem Fenster war es dort ruhig genug zum Schlafen. Ganz still ist das Hotel aber nicht. Flur- und Nachbargeräusche können in einem älteren Gebäude vorkommen. Während des Oktoberfests ist die Umgebung ohnehin lebhafter.
Ausstattung und Internet
Schreibtisch, Steckdosen und Kühlschrank
Die Zimmer hatten meist einen Schreibtisch, Kleiderschrank, Steckdosen und teilweise einen kleinen Kühlschrank. Für kurze Arbeit am Laptop reicht das. In einigen Zimmern funktionierte der Kühlschrank jedoch nicht zuverlässig. Stauraum war in größeren Zimmern gut vorhanden.
WLAN und TV
Das WLAN war der größte Schwachpunkt. In bestimmten Zimmern, besonders in höheren Etagen, war die Verbindung sehr schlecht oder gar nicht nutzbar. Die Geschwindigkeit reichte nicht zuverlässig für Arbeit, Videotelefonie oder Streaming. Auch der Fernseher hatte in manchen Zimmern Aussetzer. Wer stabiles Internet braucht, sollte ein anderes Hotel wählen.
Aufzug und Schlüssel
Der Aufzug ist klein und älter. Meistens funktionierte er, war aber nicht besonders modern. Zeitweise gab es auch Ausfälle. Die Zimmerschlüssel wirkten ebenfalls altmodisch. Das passt zum gesamten Eindruck des Hotels: brauchbar, aber nicht modern.
Frühstück und Bar
Frühstück mit Grundauswahl
Das Frühstück war einfach, aber meistens ausreichend. Es gab Brot, Brezeln, Croissants, Wurst, Käse, gekochte Eier, Rührei, Würstchen, Speck, Obstsalat, Joghurt, Säfte, Wasser, Tee und Kaffee. Der frische Obstsalat war gut, und warme Speisen machten das Frühstück besser. Für einen kurzen Aufenthalt reicht das Angebot.
Qualität und Auswahl
Die Auswahl war nicht groß. Wer ein reichhaltiges Buffet erwartet, wird enttäuscht. Wer morgens Brot, Käse, Ei, Kaffee und etwas Obst möchte, kommt zurecht. Bei späteren Aufenthalten wirkte die Auswahl kleiner als früher. Die Qualität war grundsätzlich okay, aber ohne besondere Höhepunkte.
Frühstücksraum und Personal
Der Frühstücksraum liegt im Untergeschoss und ist nicht besonders groß. Bei vielen Gästen wird es schnell eng. Das Frühstückspersonal war dafür sehr freundlich, schnell und aufmerksam. Speisen wurden nachgefüllt, Wünsche wurden meist gut aufgenommen. Das Personal beim Frühstück gehört zu den klaren Pluspunkten.
Hotelbar
Die kleine Hotelbar ist praktisch, wenn man abends noch ein Bier oder ein Getränk möchte. Die Preise waren zivil. Ein eigenes Restaurant gibt es nicht, daher sollte man für das Abendessen die umliegenden Restaurants nutzen.
Parken
Garage und Kosten
Das Hotel bietet eine Parkmöglichkeit. Für die Garage habe ich etwa 13 Euro pro Tag bezahlt. Für München und diese Lage ist das akzeptabel. Die Garage ist allerdings nicht riesig, und es gibt eine Höhenbegrenzung. Fahrzeuge über 2 Meter können problematisch sein.
Alternative Parkplätze
In der Umgebung gibt es weitere kostenpflichtige Parkmöglichkeiten. Teilweise lag der Tageshöchstsatz bei etwa 11 Euro, allerdings braucht man Münzen oder die Park-App. Da das Hotel sehr gut an Tram, S-Bahn und U-Bahn angebunden ist, würde ich für reine Stadtbesuche eher ohne Auto anreisen.
Personal
Rezeption
Viele Mitarbeitende an der Rezeption waren freundlich, hilfsbereit und geduldig. Besonders bei Anreise, Gepäckaufbewahrung und einfachen Fragen war der Service gut. Es gab aber auch unangenehme Situationen mit unfreundlicher oder abweisender Kommunikation. Bei Problemen mit WLAN oder Zimmern war die Hilfe nicht immer überzeugend. Das Personal ist also nicht durchgehend gleich stark.
Frühstück und Reinigung
Das Frühstückspersonal war meist sehr angenehm und aufmerksam. Die Reinigung war gemischt. Einige Zimmer wurden täglich sauber gemacht, andere zeigten Staub, Haare oder nicht gründlich gesaugte Böden. Wichtig ist auch, den Reinigungswunsch an der Tür zu kennzeichnen, da sonst nicht immer automatisch gereinigt wird.
Vorteile
Lage und Erreichbarkeit
Die Lage ist der wichtigste Vorteil. Theresienwiese, Hauptbahnhof, Hackerbrücke, Tram und U-Bahn sind schnell erreichbar. Für Oktoberfest, Städtetrip oder kurze Geschäftsreise ist das sehr praktisch. Auch Supermärkte, Restaurants und Bars liegen in der Nähe.
Preis und große Zimmer
Wenn der Preis bei etwa 190 Euro inklusive Frühstück für zwei Personen liegt, ist das Hotel in dieser Lage eine solide Wahl. Einige Zimmer sind groß, manche haben Balkon, und das Frühstück reicht für den Start in den Tag. Die Hotelbar und Parkmöglichkeit sind zusätzliche Vorteile.
Nachteile
Alter Zustand
Das Hotel ist deutlich in die Jahre gekommen. Möbel, Teppiche, Bad, Aufzug und Schlüsseltechnik wirken alt. In manchen Zimmern waren Flecken, Staub, kaputte oder abgenutzte Möbel und alte Bäder ein Problem. Wer moderne Zimmer erwartet, sollte ein anderes Hotel buchen.
WLAN, Hitze und Lärm
Das WLAN ist unzuverlässig. Die fehlende Klimaanlage macht Sommernächte schwierig. Zur Straße hin ist es laut, besonders bei offenem Fenster. Diese drei Punkte sind die wichtigsten Gründe, warum das Hotel nicht für jeden passt.
Service bei Beschwerden
Viele Mitarbeitende waren freundlich, aber bei Beschwerden war die Reaktion nicht immer gut. Ein Hotel kann alt sein, aber Probleme sollten professionell behandelt werden. Hier gab es klare Schwächen.
Gesamtbewertung und erneute Buchung
Für kurze Aufenthalte geeignet
Das Senator ist ein einfaches, gut gelegenes 3-Sterne-Hotel in München. Für einen kurzen Aufenthalt, bei dem man viel unterwegs ist, kann es passen. Wer viel Zeit im Zimmer verbringt, starkes WLAN braucht oder moderne Ausstattung erwartet, wird weniger zufrieden sein.
Meine Empfehlung
Ich würde das Hotel wieder buchen, wenn der Preis passt, es nicht Hochsommer ist und ich ein ruhiges Zimmer nach hinten oder oben bekomme. Für Messepreise um 220 Euro pro Nacht würde ich zuerst andere Hotels vergleichen. Für Oktoberfest und Bahnanreise bleibt die Lage aber sehr stark.
Lagebeschreibung
Zwischen Hauptbahnhof, Hackerbrücke und Theresienwiese
Vom Münchner Hauptbahnhof läuft man Richtung Süden über die Bayerstraße und erreicht das Hotel in etwa 10 bis 15 Minuten. Von der S-Bahn-Station Hackerbrücke ist der Weg ebenfalls gut machbar. Die U-Bahn-Station Theresienwiese liegt nur wenige Minuten entfernt, ebenso Tramhaltestellen in der Umgebung. Zur Theresienwiese geht man in wenigen Minuten, daher ist das Hotel besonders für Oktoberfest-Besuche interessant. Zum Marienplatz und in die Altstadt läuft man etwa 25 bis 30 Minuten, mit U-Bahn oder Tram geht es schneller. Mit viel Gepäck empfehle ich die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab dem Hauptbahnhof.
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