Ruby Lilly Kurzfazit zur Hotelbewertung

Zentrale Lage, gute Betten und ein Badkonzept mit klaren Grenzen

Das Ruby Lilly in München ist ein Hotel, das vor allem durch Lage, Bar, Design und freundliche Mitarbeiter überzeugt. Vom Hauptbahnhof kommt man zu Fuß gut hin, Tram und U-Bahn liegen nah am Hotel, und auch die Altstadt, Karlsplatz, Marienplatz und das Museumsviertel sind ohne großen Aufwand erreichbar. Die Zimmer sind modern, sauber und mit bequemen Betten ausgestattet. Besonders die Marshall-Bluetooth-Box, die gute Spiegelbeleuchtung und die Tee- und Kaffeestation auf den Etagen bleiben positiv hängen. Gleichzeitig ist das Hotel nicht für jeden ideal. Die kleineren Zimmer sind eng, das Badezimmer ist offen geplant, die Dusche besteht oft aus Glas, und die Toilettentür schließt in manchen Zimmern nicht komplett. Beim Frühstück gab es gute Produkte und starken Kaffee, aber für 24 Euro pro Person hätte ich mehr Auswahl erwartet. Insgesamt ist Ruby Lilly eine gute Wahl für einen München-Städtetrip, für Paare und für kurze Geschäftsreisen, aber nur dann, wenn man mit dem offenen Bad und möglichem Tram- oder Bar-Lärm leben kann.

Ruby Lilly Check-in und Check-out

Ankunft an der Bar-Rezeption

Der Check-in bei Ruby Lilly läuft nicht wie in einem klassischen Businesshotel ab. Die Rezeption ist in die Bar integriert, was beim ersten Ankommen etwas ungewohnt ist, aber schnell funktioniert. Bei meinen Aufenthalten wurde ich freundlich begrüßt, die Reservierung wurde zügig gefunden, und die Zimmerkarte war nach der Kontrolle der Daten schnell fertig. Der Self-Check-in spart Zeit, kann nach einer langen Reise aber nerven, weil man wieder Daten am Bildschirm eintippen muss. Wenn ein Mitarbeiter danebensteht, geht es deutlich angenehmer. Die Erklärung zu Aufzug, Zimmerkarte und Etagen war klar.

Preis und Zahlung

Die Preise schwankten je nach Datum und Buchungsbedingung deutlich. Bei einer nicht stornierbaren Onlinebuchung für eine Geschäftsreise lagen zwei Zimmer für vier Nächte bei insgesamt 1.080 Euro. Das entspricht 135 Euro pro Zimmer und Nacht. Für den gewünschten späteren Zeitraum wurde mir ein Preis von 887 Euro pro Zimmer für vier Nächte angezeigt, also rund 222 Euro pro Zimmer und Nacht. Die Buchung lief online, die Zahlung wurde per Karte als Vorauszahlung abgewickelt. Das Frühstück kostete vor Ort 24 Euro pro Person, bei vorheriger Buchung 22 Euro pro Person. Getränke an der Bar und zusätzliche Leistungen habe ich direkt vor Ort per Karte bezahlt. Bei Ruby Lilly würde ich bei unsicheren Terminen keine nicht stornierbare Rate buchen, weil Umbuchungen nicht immer einfach sind.

Abreise und Gepäck

Der Check-out war unkompliziert. Offene Beträge für Frühstück oder Bar wurden geprüft, danach war ich schnell fertig. Positiv war die Möglichkeit, Gepäck nach dem Check-out im Hotel zu lassen. Gerade in München ist das praktisch, wenn der Zug später fährt oder man vor der Abreise noch in die Stadt möchte.

Ruby Lilly Zimmerkategorien und Zimmererlebnis

Kleine Zimmer für kurze Aufenthalte

Die kleinen Zimmer im Ruby Lilly sind funktional, aber wirklich kompakt. Für eine Person oder ein Paar mit wenig Gepäck reicht der Platz aus. Bett, Waschbecken, Dusche, Toilette, Fernseher, Marshall-Box und Ablageflächen sind vorhanden. Mit zwei großen Koffern wird es eng. Neben dem Bett ist wenig Platz, und ich habe mir beim Aufstehen mehr als einmal das Schienbein gestoßen. Zum langen Arbeiten am Laptop ist das Zimmer nicht ideal, weil ein richtiger Schreibtisch und ein bequemer Stuhl fehlen. Für eine Nacht oder ein Wochenende passt es, für längere Aufenthalte würde ich eine größere Kategorie wählen.

Größere Zimmer mit Licht, Aussicht und Winterproblem

Die größeren Zimmer geben deutlich mehr Luft. Besonders Zimmer mit großer Fensterfront und Sitzbank am Fenster waren angenehm, weil man dort gut sitzen und auf die Stadt schauen konnte. In höheren Etagen war der Blick Richtung Straße, Fernsehturm oder Stiglmaierplatz ein echtes Plus. Das Bett war groß genug, die Einrichtung modern, und die Marshall-Box machte das Zimmer wohnlicher. Im Winter hatte ich aber auch ein größeres Zimmer mit sehr viel Glasfläche, das viel zu kalt war. Die Heizung schaffte es nachts nicht, den Raum richtig warm zu bekommen. Das Bad hatte keine eigene Heizung und keinen Handtuchwärmer, der Fliesenboden war morgens eiskalt. Dieses Zimmer war optisch stark, aber im Winter nicht angenehm.

Bett, Bettwäsche und Kissen

Die Betten waren meist sehr bequem. Die Matratze hatte eine gute Härte, und die Bettwäsche war weich und sauber. Wenn das Zimmer ordentlich vorbereitet war, habe ich gut geschlafen. Die Kissen sind allerdings Geschmackssache. Das große Kissen war sehr hoch und prall, das kleinere weicher, aber für mich zu klein. Für empfindliche Schläfer lohnt es sich, ein eigenes kleines Kissen mitzunehmen oder direkt nach einer Alternative zu fragen. Ein zweites Duvet war nicht immer sofort einfach zu bekommen.

Ruby Lilly Sauberkeit, Bad und Ausstattung

Sauberkeit mit einzelnen deutlichen Ausfällen

In vielen Zimmern war die Sauberkeit sehr gut. Boden, Waschbecken, Dusche, Bett und Handtücher waren gepflegt, und auch die öffentlichen Bereiche wirkten ordentlich. Es gab aber auch klare Ausreißer. Bei einem Aufenthalt musste ich wegen schmutziger Bettwäsche und problematischer Bettunterlagen das Zimmer wechseln. In einem anderen Zimmer waren der Duschvorhang gelblich und ein leichter Kanalgeruch vorhanden. Solche Punkte passen nicht zum sonst hochwertigen Eindruck des Hotels. Nach dem Einzug prüfe ich im Ruby Lilly deshalb sofort Bettwäsche, Kissen, Handtücher, Dusche und Abfluss.

Dusche, Toilette und Privatsphäre

Das offene Badkonzept ist der größte Streitpunkt im Ruby Lilly. Die Dusche ist in vielen Zimmern aus Glas und direkt vom Schlafbereich einsehbar. Ein Vorhang hilft nur teilweise. Für Alleinreisende oder Paare ist das machbar, mit Freunden, Kollegen oder Familie wird es schnell unangenehm. Die Toilette hat in manchen Zimmern keine komplett schließende Tür, sodass Licht und Geräusche in den Raum kommen. Nachts stört das, weil das Toilettenlicht den Schlafbereich mithellt. Positiv waren Wasserdruck und Warmwasser. Die Regendusche war angenehm, wenn der Duschkopf sauber war. In einem Zimmer war er teilweise verstopft, dort war das Duschen deutlich schlechter.

Ausstattung im Zimmer und auf den Etagen

Die Zimmer haben Shampoo, Duschgel, Handseife und Bodylotion. Für einen kurzen Aufenthalt reicht das aus. Die Spiegelbeleuchtung war sehr gut, besonders zum Schminken oder Rasieren. WLAN funktionierte stabil. Steckdosen waren am Bett gut erreichbar. Der Fernseher war vorhanden, aber Streaming über Netflix oder Prime fehlte mir. Sehr praktisch sind die kleinen Stationen auf den Etagen mit kostenlosem Tee, Kaffee, Bügeleisen, Bügelbrett und Automaten für Snacks oder vergessene Kleinigkeiten. Das ist im Alltag nützlicher als manche große Hotelausstattung.

Ruby Lilly Lärm und Klima im Zimmer

Tram, Straße und Fenster

Die Lage bringt Verkehr mit. In den Zimmern zur Straße, besonders in niedrigen Etagen, hörte ich nachts Tram und Autos. Mit geschlossenem Fenster war es deutlich leiser, aber nicht komplett ruhig. Bei geöffnetem Fenster ist die Tram laut. Zimmer nach hinten oder in höheren Etagen waren angenehmer. Wer leicht aufwacht, sollte bei der Buchung ein ruhiges Zimmer in einer oberen Etage anfragen.

Bar, Events und Nachbarzimmer

Nicht nur die Straße kann stören. An Abenden mit Afterwork-Events oder größeren Gruppen war der Lärm aus dem Barbereich bis spät zu hören. Für Urlaub ist das manchmal Teil der Stimmung, für eine Geschäftsreise mit frühem Termin ist es schlecht. Auch Nachbarzimmer waren in einzelnen Nächten gut hörbar, wenn dort Musik lief oder laut gesprochen wurde. Ruby Lilly ist kein Hotel, das ich als besonders schallisoliert bezeichnen würde.

Heizung und Klimaanlage

Die Klimaanlage funktionierte in vielen Zimmern ausreichend, machte aber in einem Zimmer alle paar Minuten seltsame Geräusche. Im Winter hängt der Komfort stark vom Zimmer ab. Zimmer mit viel Glasfläche können kalt sein, und das Bad kann ohne eigene Heizung sehr unangenehm werden. Für Winteraufenthalte würde ich kein Eckzimmer mit sehr großer Glasfront wählen.

Ruby Lilly Frühstück und Bar

Frühstückspreis und Angebot

Das Frühstück kostet 24 Euro pro Person, bei Vorabbuchung 22 Euro. Es gab Brot, Brötchen, Brezeln, Käse, Schinken, Joghurt, Obst, Kaffee, Tee und je nach Tag auch Rührei, Weißwurst und bayerische Produkte. Der Kaffee war stark, Cappuccino und Latte waren gut. Die Qualität von Brot, Käse und Aufstrichen war ordentlich, auch vegetarische Aufstriche und gekennzeichnete vegane Optionen waren vorhanden.

Kritik am Frühstück

Das Frühstück war gut, aber nicht jeden Tag 24 Euro stark. Die Auswahl hätte größer sein dürfen, besonders bei warmen Speisen und veganen Optionen. Wenn viele Gäste gleichzeitig kamen, wurden Sitzplätze knapp, und man musste kurz warten. Die Mitarbeiter arbeiteten schnell, trotzdem ist frühes Frühstück angenehmer. Wer sehr viel Auswahl erwartet, wird enttäuscht. Wer guten Kaffee, Brot, Käse, Joghurt und ein paar warme Extras möchte, kommt zurecht.

Bar und Getränke

Die Bar ist ein echter Pluspunkt. Sie ist rund um die Uhr geöffnet, groß, gut eingerichtet und auch bei Münchnern beliebt. Cocktails waren sehr gut, aber nicht billig. Kaffee war ebenfalls überzeugend. Das Personal an der Bar war aufmerksam, gab gute Empfehlungen und nahm sich Zeit. Wenn das Zimmer zu klein wird oder man abends nicht mehr rausgehen möchte, ist die Bar der beste Platz im Hotel.

Ruby Lilly Service und Mitarbeiter

Rezeption

Die Mitarbeiter an der Rezeption waren oft freundlich, locker und hilfsbereit. Beim Check-in, bei Empfehlungen für München, bei Gepäck und bei Fragen zum Zimmer wurde mir schnell geholfen. Ein Late Check-out bis 13 Uhr war bei Verfügbarkeit möglich, und einmal wurde auch ein praktisches Problem mit der Tiefgarage unkompliziert gelöst. Schwächer war die Kommunikation bei Umbuchungen und Sonderfällen. Bei nicht stornierbaren Buchungen sollte man keine Kulanz erwarten.

Frühstücks- und Barteam

Das Frühstücks- und Barteam war meist der stärkste Teil des Hotels. Kaffee wurde schnell gemacht, Cocktails wurden gut erklärt, und die Stimmung blieb auch an vollen Abenden freundlich. Besonders an der Bar hatte ich oft den Eindruck, dass das Team den Aufenthalt persönlicher macht.

Housekeeping

Das Housekeeping war im Normalfall freundlich und sichtbar im Haus unterwegs. Trotzdem gab es Punkte, die nicht passieren dürfen. Ein Bitte-nicht-stören-Schild wurde nicht respektiert, obwohl persönliche Gegenstände im Zimmer lagen. Dazu kamen einzelne Zimmer mit deutlichen Mängeln bei Bettwäsche oder Bad. Hier muss das Hotel konsequenter sein. Bei Problemen sollte man nicht abwarten, sondern sofort ein anderes Zimmer verlangen.

Ruby Lilly Parken und Mobilität

Tiefgarage

Das Hotel hat eine Tiefgarage. Das ist in zentraler Münchner Lage ein Vorteil, besonders bei Kälte oder mit Gepäck. Die Plätze sind begrenzt und nicht vorab reservierbar. Die Garage ist eng und verwinkelt, mit großem Auto ist sie anstrengend. Für kleine oder mittlere Fahrzeuge passt es, bei SUV oder Transporter würde ich eher auf Parkhäuser in der Umgebung oder gleich auf Bahn und Tram setzen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Tram und U-Bahn liegen nah am Hotel. Zum Hauptbahnhof geht man ungefähr zehn Minuten, je nach Gepäck und Tempo. Die Altstadt, Karlsplatz, Marienplatz, Odeonsplatz und das Museumsviertel erreicht man schnell. Für die meisten München-Besucher ist die Lage ohne Auto besser nutzbar als mit Auto.

Ruby Lilly Vorteile und Nachteile

Vorteile

Die wichtigsten Vorteile sind Lage, Bar, gute Betten, freundliche Mitarbeiter, saubere Zimmer bei guter Vorbereitung und das moderne Design. Die Etagenstationen mit Tee, Kaffee, Bügeleisen und Snackautomat sind sehr praktisch. Für einen kurzen Städtetrip oder eine Geschäftsreise mit wenig Gepäck funktioniert das Hotel gut.

Nachteile

Die Nachteile sind ebenfalls klar. Das offene Bad passt nicht zu jeder Reisegruppe. Kleine Zimmer sind wirklich klein. Lärm durch Tram, Straße, Events oder Nachbarzimmer kann stören. Das Frühstück ist gut, aber für 24 Euro nicht außergewöhnlich groß. Einzelne Reinigungsmängel, kalte Glaszimmer im Winter, enge Tiefgarage und schwierige Umbuchungen bleiben negativ hängen.

Würde ich wieder buchen?

Ich würde Ruby Lilly wieder buchen, aber gezielt. Ich empfehle das Hotel für Alleinreisende, Paare, kurze Geschäftsreisen und München-Städtetrips. Ich empfehle es nicht für Freunde oder Kollegen im selben Zimmer, nicht für sehr lärmempfindliche Gäste und nicht für Menschen, die ein klassisch getrenntes Bad möchten. Bei der nächsten Buchung würde ich eine ruhige obere Etage, eine flexible Rate und Frühstück zum Vorabpreis wählen.

Ruby Lilly Lage und Umgebung

Vom Hauptbahnhof, Stiglmaierplatz und der Altstadt zum Hotel

Ruby Lilly liegt nördlich des Münchner Hauptbahnhofs in Richtung Maxvorstadt. Vom Hauptbahnhof erreicht man das Hotel zu Fuß in rund zehn Minuten, mit schwerem Gepäck ist die Tram bequemer. Stiglmaierplatz und Theresienstraße liegen in der Nähe, dadurch sind U-Bahn und Tram schnell erreichbar. Von Karlsplatz und der Altstadt kommt man einfach zurück, Marienplatz und Odeonsplatz sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur kurz entfernt. Auch die Pinakotheken und das Museumsviertel passen gut zu einem Aufenthalt hier. Rund um das Hotel gibt es genug Restaurants, Cafés und Bars, sodass man abends nicht lange suchen muss.

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Hotelfotos

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Adresse: Ruby Lilly, 37, Dachauer Straße, St. Benno-Viertel, Maxvorstadt, München, Bayern, 80335, Deutschland
Nahe Orientierungspunkte: Stiglmaierplatz, Teppich Bazar, Münchner Theater für Kinder, Ruby Lilly, Galerie Karin Sachs, Kunstbau
Bewertung: 4.4 / 5 😊
Öffnungstage: Jeden Tag
Check-in: 3:00 PM
Check-out: 11:00 AM
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