Kurzfazit zum Aufenthalt
Lage, Preis und erster Eindruck
Das Cocoon Sendlinger Tor ist ein auffälliges, modernes Stadthotel in München, das vor allem wegen seiner Lage punktet. Zwischen Sendlinger Tor und Goetheplatz kommt man schnell zur U-Bahn, zur Tram und zu vielen Restaurants. Marienplatz, Viktualienmarkt und Theresienwiese sind zu Fuß erreichbar, daher passt das Hotel sehr gut für eine München Städtereise, einen Oktoberfest-Besuch oder ein Wochenende rund um die Altstadt. Für ein Standard-Doppelzimmer ohne Frühstück habe ich einmal etwa 84 Euro pro Nacht bezahlt. An stark nachgefragten Tagen lag der Preis für eine Nacht bei knapp 300 Euro. Das Frühstück kostete 20 Euro pro Person, die Tiefgarage 24 Euro pro Nacht. Die Zimmer sind schön gestaltet und haben einen eigenen Stil, sind aber oft klein. Bettwäsche und Betten waren meistens angenehm, während Bad, Stauraum, Temperatur und Sauberkeit je nach Zimmer deutlich unterschiedlich ausfielen. Die größten Pluspunkte sind Lage, Frühstück, kostenloses Wasser, Lobby-Bar und Rooftop-Bar. Die größten Minuspunkte sind wenige Parkplätze, teils lange Wartezeiten beim Check-in, kleine Bäder, gelegentliche Warmwasserprobleme und nicht immer gleich gute Zimmerpflege.
Check-in und Check-out
Ankunft ab 15 Uhr
Der reguläre Check-in war ab 15 Uhr. Wenn das Zimmer schon fertig war, konnte ich auch früher hinein, einmal sogar rund zwei Stunden vor der offiziellen Zeit ohne Aufpreis. Die Passkontrolle und die Prüfung der Reservierung liefen unkompliziert. Bei ruhigen Anreisen war der Empfang freundlich und schnell. Bei voller Lobby dauerte es allerdings deutlich länger, weil oft nur eine Person an der Rezeption stand. Der Self-Check-in-Automat half nicht wirklich, da man den Zimmerschlüssel trotzdem beim Personal abholen musste. Gebucht hatte ich online, bezahlt wurde je nach Buchung entweder im Voraus oder vor Ort mit Karte. Die Kartenzahlung im Hotel lief problemlos.
Abreise und Gepäck
Der Check-out war meistens kurz. Frühstück, Parken und Barumsätze wurden geprüft und anschließend per Karte bezahlt. Zusätzliche Kosten wurden klar genannt. Der Self-Check-out funktionierte an einem Morgen nicht gut, deshalb musste noch einmal ein Mitarbeiter helfen. Für Gepäck gab es Schließfächer, die vor dem Check-in oder nach dem Check-out praktisch waren. Einmal habe ich dafür 3 Euro bezahlt. Wer sehr früh abreist oder spät ankommt, sollte etwas Zeit einplanen, weil die Rezeption nicht immer stark besetzt ist.
Preis und Zahlung
Zimmerpreis und Nebenkosten
Das Preis-Leistungs-Verhältnis hängt stark vom Reisedatum ab. Für 84 Euro pro Nacht ohne Frühstück war das Cocoon Sendlinger Tor für ein Hotel in München Zentrum ein guter Deal. Bei knapp 300 Euro pro Nacht bewertet man die kleinen Zimmer, die offene Badlösung und die Schwächen beim Warmwasser deutlich kritischer. Das Frühstück kostete 20 Euro pro Person. Die hoteleigene Tiefgarage kostete 24 Euro pro Nacht. Getränke, Pinsa oder Pizza in der Bar konnten auf das Zimmer geschrieben oder direkt bezahlt werden. Bei einem kurzen Citytrip lohnt sich das Hotel besonders dann, wenn der Zimmerpreis moderat bleibt.
Kartenbezahlung und Buchungsablauf
Die Onlinebuchung wurde beim Check-in schnell gefunden. Bei Bezahlung vor Ort wurde der Betrag mit Karte beglichen. Barzahlung war für mich nicht nötig. Bei vorausbezahlten Raten musste nur noch die Reservierung bestätigt werden. Zusätzliche Leistungen wie Frühstück oder Garage wurden beim Check-out separat aufgeführt. Für München ist das insgesamt praktisch, solange man die Zusatzkosten vorher im Blick behält.
Zimmerkategorien im Vergleich
Standard-Doppelzimmer
Das Standard-Doppelzimmer ist eher kompakt. Für eine Person ist es völlig ausreichend, für zwei Personen passt es bei einem kurzen Aufenthalt. Das Bett war meistens bequem, die Bettwäsche fühlte sich weich an und das Zimmer wirkte modern. Der Platz neben dem Bett war aber nicht immer gut nutzbar. In manchen Zimmern fehlte auf einer Seite ein Nachttisch, Steckdosen lagen ungünstig oder es gab am Doppelbett keine passende Ablage. Dafür hatten einige Zimmer USB-Anschlüsse in Bettnähe. Der Stauraum ist knapp, einen klassischen großen Kleiderschrank darf man nicht erwarten. Wasserkocher, Bügeleisen und Kühlschrank gab es im einfachen Zimmer nicht.
Hideaway, Garden und Balkonzimmer
Das Hideaway Cocoon Zimmer war deutlich angenehmer, weil es größer und ruhiger war. Die Rituals-Pflegeprodukte im Bad waren ein Pluspunkt, ebenso die insgesamt bessere Ausstattung. Ein paar zusätzliche Handtücher und Milch oder Zucker für die Kaffeemaschine hätten das Zimmer verbessert. Das Garden Cocoon Zimmer war sauber und ruhig, bei gekipptem Fenster kamen aber Geräusche aus dem Innenhof herein. Außerdem fehlten Haken für Handtücher. Das Balkonzimmer war durch den Außenbereich sehr angenehm, allerdings war der Balkon nicht immer sauber genug. Ein nicht geleerter Aschenbecher passt nicht zu einem Hotel dieser Preisklasse.
Apartment und Dreibettzimmer
Ein kleines Apartment mit Küchenzeile, Schlafsofa und teilweise Waschmaschine im Bad ist für längere Aufenthalte praktischer als ein Standardzimmer. Bei Dreibettzimmern und Familienaufenthalten würde ich vorsichtig buchen. Das dritte Bett war in einem Zimmer eher ein Sofa mit dünner, harter Matratze. Mit Kinderwagen ist der Platz knapp. Eine Küche bringt wenig, wenn Gläser oder Ausstattung fehlen oder ein Geschirrspüler wegen der Couch nicht richtig geöffnet werden kann. Für Paare und Alleinreisende passt das Hotel besser als für Familien mit viel Gepäck.
Bett, Licht und Raumtemperatur
Schlafkomfort und Bettwäsche
Die Betten waren ein klarer Pluspunkt, solange man mit einer festeren Matratze zurechtkommt. Auf dem Rücken schläft man gut, seitlich kann die Matratze zu hart sein. Die Bettwäsche war angenehm auf der Haut und sauber. Die Kissen waren eher flach und boten wenig Halt. Zusätzliche Kissen waren nicht immer verfügbar. Die Beleuchtung im Zimmer war gemütlich, nachts halfen kleine automatische Lichter im Flur. Für Arbeit am Laptop fehlten in manchen Zimmern ein wirklich bequemer Stuhl und ein guter Schreibtisch.
Heizung, Klimaanlage und Fenster
Die Raumtemperatur war nicht in jedem Zimmer überzeugend. Ein Zimmer war bei Ankunft eiskalt, danach wurde ohne große Diskussion ein besseres Zimmer angeboten. In einem anderen Zimmer blieb der Boden im Bereich von Waschbecken und Toilette unangenehm kalt, obwohl die Heizung eingestellt war. Die Klimaanlage funktionierte in manchen Zimmern gut, in anderen nicht. Wenn man im Winter oder an kühlen Tagen anreist, sollte man nach dem Betreten des Zimmers sofort prüfen, ob Heizung und Warmwasser funktionieren. Fenster konnten in manchen Zimmern gekippt werden, was angenehm war, bei Innenhofzimmern aber zusätzliche Geräusche brachte.
Bad und Toilette
Waschbecken und Dusche
Das Bad ist im Cocoon Sendlinger Tor nicht klassisch abgetrennt. In einigen Zimmern steht das Waschbecken direkt im Zimmer, teils unter dem Fernseher. Die Dusche ist teilweise ebenfalls sehr offen eingebaut. Optisch passt das zum Design des Hotels, praktisch ist es nicht für jeden. Beim Waschen des Gesichts spritzt schnell Wasser heraus, und es fehlt Ablagefläche. Die Dusche war in guten Zimmern kräftig genug, aber die Warmwassersituation war nicht immer zuverlässig. Einmal blieb das Wasser kalt, ein anderes Mal ließ sich die Temperatur nur schwer zwischen kochend heiß und eiskalt einstellen. In einem Zimmer tropfte die Dusche nachts dauerhaft, was beim Schlafen störte.
Toilette, Handtücher und Pflegeprodukte
Die Toilette war meist separat, aber sehr klein. Die Tür hatte in manchen Zimmern einen starken Schließmechanismus und fiel laut ins Schloss. Eine gute Lüftung fehlte teilweise. Handtücher waren meistens sauber, aber nicht üppig vorhanden. Die Rituals-Produkte für Dusche und Haare waren ein angenehmes Detail. Bodylotion gab es nicht immer. In einigen Zimmern fehlten Haken und Ablageflächen, was besonders nach dem Duschen nervt. In einem schlechter gepflegten Zimmer waren fremde Haare im Duschbereich. Darum lohnt es sich, Bad und Dusche direkt nach dem Check-in zu prüfen.
Sauberkeit und Geräusche
Zimmerpflege und Abnutzung
Viele Zimmer waren sauber und gepflegt, aber es gab sichtbare Unterschiede. Bett, Boden und Handtücher waren meistens in Ordnung. Gleichzeitig hatten einige Zimmer Kratzer, Dellen oder Flecken an den Wänden. In manchen Bädern gab es Kalkspuren, eine defekte Duschhalterung oder unsaubere Stellen. Ein Balkon war nicht gut gereinigt, ein Aschenbecher war nicht geleert. Auch das Restaurantgeschirr war nicht immer makellos. Der Reinigungsservice arbeitete teilweise nur auf Anfrage, und einmal wurden nur Handtücher gewechselt, während das Waschbecken nicht geputzt wurde.
Straßenlärm, Türen und Bar
Ruhige Zimmer zum Innenhof waren wirklich angenehm. Zimmer zur Straße waren deutlich lauter. Dort hörte man Menschen, Tram, Sirenen von der Klinikseite und teilweise Geräusche aus oberen Etagen. Die Türen auf den Fluren schließen laut, und das hört man im Zimmer. Auch die Rooftop-Bar kann je nach Lage und Veranstaltung stören. Wer empfindlich schläft, sollte ein ruhiges Zimmer zum Innenhof anfragen und Ohrstöpsel einpacken. Für ein zentrales Hotel kann der Aufenthalt sehr ruhig sein, aber nicht jedes Zimmer bietet dieselbe Nachtruhe.
Frühstück und Bars
Frühstück für 20 Euro
Das Frühstück kostete 20 Euro pro Person. An guten Tagen war es frisch, umfangreich und für einen Citytrip sehr angenehm. Es gab Brot, Brötchen, Kaffee, Eier, Würstchen, Käse, Schinken, Gemüse, Obst, Joghurt, Haferjoghurt und Müsli. Auch leichtere Optionen waren vorhanden. Die Auswahl war besser als in vielen Stadthotels dieser Kategorie. Schwächen gab es bei Stoßzeiten. Um 7 Uhr war noch nicht immer alles bereit. An einem Sonntag waren zu wenige Sitzplätze frei, sodass Gäste an ungeeigneten Tischen oder im Stehen essen mussten. Einmal waren Rührei und andere Speisen kalt, Käse wurde nicht nachgelegt und Geschirr war nicht sauber genug.
Lobby-Bar, Pinsa und Rooftop-Bar
Die Lobby-Bar im Erdgeschoss ist ein großer Teil des Hotels. Dort bekommt man Getränke, Kaffee, Kuchen und Pinsa. Die Pinsa war an guten Tagen richtig lecker, besonders praktisch nach später Anreise. Die Rooftop-Bar im siebten Stock ist ein Highlight, vor allem bei schönem Wetter und Sonnenuntergang. Es gibt Cocktails und einen Blick über München. Der Service in den Bars war sehr unterschiedlich. Einige Mitarbeiter waren herzlich und aufmerksam, andere wirkten überfordert oder desinteressiert. Lange Wartezeiten und laute Streitigkeiten zwischen Mitarbeitern gehören zu den Erlebnissen, die den guten Eindruck getrübt haben.
Service im Hotel
Rezeption und Hilfe bei Sonderwünschen
Die Rezeption war meistens freundlich und hilfsbereit. Ein früher Zimmerbezug klappte ohne Aufpreis, eine zusätzliche Nacht konnte unkompliziert im selben Zimmer verlängert werden, und nach dem Check-out durfte das Auto einmal noch einige Stunden in der Garage bleiben. Solche Situationen machen den Aufenthalt deutlich angenehmer. Englisch wurde sicher gesprochen, und Fragen zur Umgebung wurden gut beantwortet. Trotzdem wirkte der Empfang bei hoher Auslastung manchmal unorganisiert. Mit nur einer Person am Schalter dauert alles länger.
Frühstück, Bar und Housekeeping
Beim Frühstück waren viele Mitarbeiter aufmerksam und freundlich. Es wurde nachgefragt, ob alles passt, und Teller wurden zügig abgeräumt. In der Bar hing die Servicequalität stark vom Team und von der Uhrzeit ab. Ein guter Barkeeper oder Koch macht den Abend angenehm, ein überfordertes Team sorgt schnell für Frust. Das Housekeeping war solide, aber nicht immer gründlich genug. Wer länger bleibt, sollte klar sagen, was gereinigt werden soll, und danach kurz prüfen, ob wirklich alles erledigt wurde.
Parken und Auto
Tiefgarage am Hotel
Das Hotel hat eine eigene Tiefgarage, aber die Plätze sind begrenzt und nicht reservierbar. Wer spät ankommt, kann leer ausgehen. Der Preis lag bei 24 Euro pro Nacht. Die Einfahrt ist eng und führt über einen Bereich mit Radverkehr, deshalb muss man vorsichtig fahren. Auch in der Garage selbst sind die Stellplätze nicht besonders breit. Für größere Autos ist das Parken anstrengend. Wenn man einen Platz bekommt, ist die Garage praktisch, aber verlassen sollte man sich nicht darauf.
Alternativen zum Hotelparkplatz
Wenn die Garage voll ist, muss man in Seitenstraßen oder in einem anderen Parkhaus suchen. Günstigere Parkmöglichkeiten in der Umgebung gab es manchmal, aber nicht zuverlässig. Die nächste größere Parkmöglichkeit kann rund 15 Minuten zu Fuß entfernt liegen. Zu Stoßzeiten dauert auch die Anfahrt länger. Für München ist es oft besser, außerhalb zu parken und mit der U-Bahn ins Zentrum zu fahren. Das Cocoon Sendlinger Tor ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln so gut angebunden, dass ein Auto während des Aufenthalts eher stört als hilft.
Stärken und Schwächen
Was mir gefallen hat
Das Hotel hat Charakter. Lobby, Bar, Innenhof und Zimmer sind anders als in vielen klassischen Kettenhotels. Die kostenlosen Wasserflaschen oder Karaffen mit stillem Wasser und Sprudelwasser sind praktisch und passen zum nachhaltigen Ansatz. Die Lage ist für München sehr gut. Frühstück und Bar können richtig Spaß machen, wenn das Team gut besetzt ist. Die Betten sind meistens bequem, und in ruhigeren Zimmern schläft man trotz zentraler Lage gut. Für Paare, Alleinreisende und kurze Geschäftsreisen ist das Hotel eine interessante Wahl.
Was man wissen sollte
Man muss kleine Zimmer mögen. Wer ein geschlossenes Bad, viel Stauraum, Wasserkocher, Kühlschrank, Bügeleisen oder perfekte Ruhe erwartet, wird nicht in jedem Zimmer glücklich. Die Warmwasserprobleme, tropfende Duschen und die teils schwankende Sauberkeit sind echte Minuspunkte. Für Familien mit mehreren Kindern empfehle ich das Hotel nur nach sehr genauer Zimmerwahl. Ich würde wieder buchen, aber nur mit einem größeren Zimmer, möglichst zum Innenhof, und mit vorherigem Blick auf Preis, Parken und Frühstückszeit.
Lage und Umgebung
Weg ab Sendlinger Tor und Ziele in der Nähe
Vom U-Bahnhof Sendlinger Tor läuft man Richtung Goetheplatz und folgt der Lindwurmstraße. Das Hotel liegt auf dem Weg zwischen Sendlinger Tor, Goetheplatz, LMU Klinikum und Alter Südfriedhof. Zum Marienplatz braucht man zu Fuß etwa 15 bis 20 Minuten. Der Viktualienmarkt ist ebenfalls gut erreichbar. Zur Theresienwiese läuft man ungefähr 15 bis 20 Minuten, was das Hotel für Oktoberfest und Frühlingsfest sehr praktisch macht. Restaurants, Bars, Cafés und Waschsalons liegen in der Umgebung. U-Bahn, Tram und Bus sind schnell erreicht, deshalb ist die Lage für eine Hotelbewertung in München einer der stärksten Punkte des Cocoon Sendlinger Tor.
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