Kurzer Besuchsüberblick
Bayerische Küche und Bier
Der Pschorr war für mich ein passendes Restaurant für traditionelle bayerische Küche im Münchner Altstadt-Lehel. Die Nähe zum Viktualienmarkt macht den Besuch besonders praktisch, weil man den Marktbesuch direkt mit einem Essen verbinden kann. Nach mehreren Besuchen blieb vor allem die Kombination aus Bier, Fleischgerichten und lebendiger Wirtshausatmosphäre in Erinnerung. Besonders das Helle aus dem Holzfass ist einer der stärksten Gründe für einen Besuch.
Preis und Gesamteindruck
Das Preisniveau ist gehoben. Für ein einfacheres Essen mit Bier kann man je nach Bestellung im Bereich von etwa 20 bis 40 Euro pro Person bleiben, mit Hauptgericht, Getränken und Dessert liegt der Betrag aber schnell höher. Für zwei Hauptgerichte und Getränke wird es deutlich teurer als in vielen kleineren Wirtshäusern außerhalb der Innenstadt. Trotzdem war der Besuch insgesamt überzeugend, weil Lage, Bier, Service und mehrere Speisen gut zusammenpassen.
Wartezeit und Service
Die Wartezeit war je nach Tageszeit unterschiedlich. Mittags und am späteren Nachmittag bekam ich schneller einen Platz, abends und an stark besuchten Tagen ist eine Reservierung empfehlenswert. Das Essen kam meistens schnell, auch die Getränke wurden zügig gebracht. Der Service war überwiegend freundlich, aufmerksam und schnell. In sehr vollen Momenten wirkte die Bedienung etwas eilig, insgesamt blieb der Service aber ein Pluspunkt.
Speisen im Detail
Schweinshaxe
Die Schweinshaxe war eines der stärksten Gerichte. Die Kruste war knusprig, das Fleisch innen zart und geschmackvoll. Zusammen mit Knödel und Krautsalat ergab sich ein sehr klassisches bayerisches Essen. Die Portion war ordentlich und machte gut satt. Wer ein typisches Münchner Wirtshausgericht probieren möchte, sollte die Schweinshaxe bestellen.
Wiener Schnitzel
Das Wiener Schnitzel war sauber ausgebacken, knusprig und angenehm leicht im Biss. Der Kartoffelsalat brachte Frische dazu und passte gut zur Panade. Geschmacklich war das Schnitzel solide und unkompliziert. Für den ersten Besuch ist es eine sichere Wahl, besonders wenn man ein klassisches Gericht ohne zu schwere Sauce möchte.
Rindertatar
Das Rindertatar war besonders überzeugend. Das Fleisch hatte eine feste, frische Konsistenz und wirkte nicht matschig. Mit Eigelb, Zwiebeln, Kapern und Gewürzen ließ sich der Geschmack gut anpassen. Das leicht angeröstete Brot passte sehr gut dazu. Wer rohes Rindfleisch mag, sollte das Rindertatar probieren.
Rinderroulade
Die Rinderroulade war ein herzhaftes Gericht mit kräftiger Sauce. Kartoffelbrei und Gemüse machten den Teller rund. Das Gericht passte gut zu einem längeren Abendessen und war weniger rustikal als die Haxe, aber trotzdem klar bayerisch geprägt. Für mich war die Roulade eine gute Wahl, wenn ich ein weicheres Fleischgericht mit Sauce wollte.
Gulasch und Suppen
Die Gulaschgerichte hatten einen kräftigen Fleischgeschmack und eine angenehme Würze. Gerade an kühleren Tagen passte diese Art von Gericht gut. Bei Suppen sollte man gezielt wählen, weil nicht jede Suppe gleich intensiv war. Wer ein volleres Aroma möchte, fährt mit Gulasch besser.
Ente und Fisch
Die Ente war gut gebraten und aromatisch. Sie war eine gute Alternative zu Schwein und Rind. Auch das Fischgericht war besser, als ich es in einem klassischen bayerischen Wirtshaus erwartet hatte. Der Geschmack war eher fein und nicht überwürzt. Wer nicht unbedingt Fleisch essen möchte, findet hier ebenfalls passende Optionen.
Brotzeit und Obazda
Brotzeitgerichte und Obazda passten vor allem zu Bier. Der Obazda war würzig und sättigend, mit Brot als Begleiter gut geeignet. Als Hauptgrund für einen Besuch würde ich ihn nicht wählen, als Zusatzgericht mit mehreren Personen aber schon. Für eine kleinere Mahlzeit am Nachmittag ist diese Auswahl angenehm.
Desserts
Bei den Desserts waren Apfelkücherl, Apfelstrudel und Crème brûlée interessant. Die Apfelkücherl waren süß und leicht knusprig. Der Apfelstrudel war geschmacklich gut, preislich aber nicht die stärkste Wahl. Die Crème brûlée war cremig und hatte eine schöne Karamellschicht. Nach einem deftigen Hauptgericht ist ein Dessert hier gut möglich, aber nicht zwingend nötig.
Bier und Getränke
Das Bier ist ein Hauptgrund für den Besuch. Das Helle war frisch, süffig und passte perfekt zum Essen. Die Ausschankart aus dem Holzfass gibt dem Besuch einen besonderen Charakter. Gleichzeitig ist der Bierpreis hoch. Der Pschorr ist deshalb kein günstiger Bierstopp, sondern eher ein Ort für ein bewusstes Münchner Wirtshauserlebnis.
Preis Zahlung Wartezeit
Kosten
Die Kosten hängen stark von der Bestellung ab. Ein einfacheres Mittagessen mit Bier lag bei meinen Besuchen niedriger, ein Abendessen mit Hauptgericht, Getränken und Dessert war deutlich teurer. Für die Lage direkt am Viktualienmarkt ist das Preisniveau nachvollziehbar, trotzdem bleibt es gehoben. Wer sehr preisbewusst essen möchte, sollte vor der Bestellung genau auf Hauptgerichte und Getränke achten.
Zahlung
Bezahlt wurde am Tisch. Nach der Bitte um die Rechnung kam der Service zügig, und die Zahlung war unkompliziert. Gerade bei vollem Haus lohnt es sich, die Rechnung rechtzeitig anzufordern. So vermeidet man unnötige Wartezeit am Ende des Essens.
Wartezeit
Ohne Reservierung bekam ich zu ruhigeren Zeiten gut einen Platz. In touristisch starken Phasen und am Abend ist eine Reservierung sinnvoll. Nach der Bestellung dauerte es meist nicht lange, bis Getränke und Speisen kamen. Der schnelle Ablauf war einer der angenehmen Punkte des Besuchs.
Atmosphäre Sitzplätze
Innenbereich
Der Innenbereich ist groß, hell und lebendig. Die Einrichtung verbindet bayerische Wirtshausoptik mit einem moderneren Eindruck. Die hohen Räume und vielen Tische sorgen für eine offene Atmosphäre. Wer ein ruhiges, kleines Lokal sucht, ist hier nicht am besten aufgehoben. Wer eine lebendige Münchner Wirtshausstimmung möchte, ist hier richtig.
Außenbereich
Der Außenbereich ist besonders wegen der Nähe zum Viktualienmarkt attraktiv. Bei gutem Wetter sitzt man sehr angenehm und kann das Geschehen rund um den Markt beobachten. Die Plätze draußen sind beliebt und schnell belegt. Für einen entspannten Besuch ist eine frühere Uhrzeit sinnvoll.
Lautstärke
Die Lautstärke war je nach Besuch unterschiedlich. Mittags war ein normales Gespräch gut möglich, abends wurde es deutlich lebhafter. Bei Gruppen und vollem Haus ist es laut, aber das passt zum Wirtshauscharakter. Für ein ruhiges Gespräch zu zweit würde ich eine weniger stark besuchte Zeit wählen.
Service Toilette Parken
Freundlichkeit
Der Service war meistens freundlich, schnell und aufmerksam. Fragen zur Speisekarte wurden beantwortet, Getränke kamen schnell, und zusätzliche Wünsche wurden ernst genommen. In sehr vollen Momenten war der Service manchmal etwas knapp, insgesamt war die Bedienung aber klar positiv.
Toilette
Die Toiletten waren sauber und gut nutzbar. Bei einem großen Restaurant ist es praktisch, dass die Anlagen ordentlich gepflegt waren. Zu sehr vollen Zeiten kann es etwas länger dauern, daher ist ein Besuch vor oder nach dem Essen sinnvoll.
Parken
Eigene Parkplätze sollte man hier nicht erwarten. Die Lage in der Münchner Innenstadt macht Parken schwierig und teuer. Wer mit dem Auto kommt, muss ein Parkhaus in der Nähe nutzen. Bequemer ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß ab Marienplatz.
Vorteile Nachteile Fazit
Vorteile
Die größten Vorteile sind das Bier, die zentrale Lage und die Auswahl an bayerischen Gerichten. Schweinshaxe, Rindertatar, Roulade und Schnitzel gehören zu den besten Bestellungen. Auch vegetarische Gerichte sind klar auffindbar. Für Gruppen, Besucher der Innenstadt und Gäste, die München kulinarisch erleben wollen, ist Der Pschorr gut geeignet.
Nachteile
Der wichtigste Nachteil ist der Preis. Bier und Speisen sind nicht günstig, und manche Gerichte haben ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als andere. Außerdem kann es laut werden. Wer eine ruhige und günstige Mahlzeit sucht, findet außerhalb der Innenstadt wahrscheinlich passendere Alternativen.
Zufriedenheit
Meine Zufriedenheit war insgesamt hoch. Der Pschorr ist kein günstiges Alltagslokal, aber ein gutes Restaurant für ein bewusstes Essen im Zentrum Münchens. Die Küche ist deftig, das Bier stark, der Service schnell und die Lage sehr praktisch.
Wiederbesuch
Ich würde wiederkommen. Beim nächsten Besuch würde ich vor allem Schweinshaxe, Rindertatar oder Roulade bestellen und dazu ein Helles trinken. Für Gäste, die zum ersten Mal in München sind, empfehle ich genau diese Kombination.
Lage und Umgebung
Vom Viktualienmarkt aus
Vom Viktualienmarkt aus erreicht man Der Pschorr sehr schnell. Der Markt liegt direkt in der Nähe, daher lässt sich ein Marktbesuch gut mit einem Mittag- oder Abendessen verbinden. Nach dem Essen kann man weiter durch die Altstadt laufen.
Vom Marienplatz aus
Vom Marienplatz aus geht man in Richtung St. Peter und Viktualienmarkt. Der Weg ist kurz und einfach zu finden. Dadurch eignet sich das Restaurant gut als Essensstopp während eines Rundgangs durch die Münchner Altstadt.
Essensfotos

















































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